Bürgerversammlung bot viel Information - Aufzeichnung im Internet zu sehen

  Was sind aktuell die wichtigsten Themen im Stadtrat und in der Stadtverwaltung, was passiert mit den Steuergeldern und welche Projekte stehen an? Umfassende Informationen über die Arbeit der letzten Monate, über Einwohner- und Haushaltszahlen, die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben im Rekord-Haushaltsjahr 2016 sowie laufende und anstehende Projekte gab Bürgermeister Thomas Herker bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend, 23. November, im Festsaal des Rathauses.

Im Anschluss an seine ausführliche Präsentation, die mit vielen Zahlen, Daten und Statistiken sowie Fotos und Plänen unterlegt war, hatten die Bürger Gelegenheit, Fragen oder Anregungen vorzubringen. Auch die berufsmäßigen Stadträte, die Amtsleiter der Stadtverwaltung sowie die Geschäftsführer der Stadtwerke und der Wirtschafts- und Service-Gesellschaft standen für Gespräche zur Verfügung.

Die Bürgerversammlung wurde – genau wie alle öffentlichen Stadtratssitzungen – live im Internet übertragen. Die Aufzeichnung ist auf der städtischen Homepage unter www.pfaffenhofen.de/archivplayer zu sehen. Hier findet man auch die Präsentation, die bei der Bürgerversammlung gezeigt wurde.

Unter dem Motto „Was war, was geht, was kommt“ ging Bürgermeister Thomas Herker in seinem Bericht auf abgeschlossene, laufende und geplante Maßnahmen ein. Das mit Abstand größte Projekt in der Geschichte der Stadt Pfaffenhofen ist der Bau des neuen Schulzentrums am Gerolsbach. Allein der Neubau der Grund- und Mittelschule, an dem vor kurzem Richtfest gefeiert werden konnte, ist mit rund 27 Mio. Euro veranschlagt. Rechnet man den bereits fertiggestellten Bau der Dreifachturnhalle (7 Mio.) und das geplante Hallenbad (15 Mio.) hinzu, investiert die Stadt Pfaffenhofen insgesamt fast 50 Mio. Euro in das neue Schulzentrum. In der neuen Grund- und Mittelschule gibt es ein Ganztagsangebot für alle zehn Jahrgangsstufen. Die neue Aula, so Herker, wird als öffentliche Veranstaltungshalle ein Ersatz für die lange gewünschte Stadthalle.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Gartenschau 2017, zu der im kommenden Frühjahr und Sommer rund 300.000 Besucher in Pfaffenhofen erwartet werden. Um die Verkehrs- und Parkplatzprobleme in dieser Zeit möglichst gering zu halten, wird derzeit ein Parkkonzept erstellt und der Stadtrat hat beschossen, die Stadtbusse von Mai bis August kostenlos fahren zu lassen.

Auf eine Vielzahl weiterer Maßnahmen ging Thomas Herker ein. So wurde die Sanierung der Fassade und des Dachwerks der Spitalkirche fertiggestellt. Die Innenrenovierung folgt 2017. Das Auenstraßenquartier bekommt durch die Neugestaltung samt Pflasterung Schritt für Schritt ein neues Gesicht. 2,7 Mio. Euro wurden hier bereits investiert. Mit Pflanztrögen soll noch für etwas mehr Grün gesorgt werden.

1,5 Mio. Euro kostete die Sanierung der Straße und der Stützmauer Am Schwarzbach. Als „tolle städtebauliche Aufwertung bezeichnete der Bürgermeister die derzeit laufende 365.000 Euro teure Neugestaltung rund um den Hungerturm. Die seit langem geforderte barrierefreie Gestaltung der Kreuzungen an der B 13 konnte im Zuge einer Baumaßnahme des Staatlichen Bauamts realisiert werden. Die Stadt beteiligte sich hier mit rund 300.000 Euro.

Im Rahmen des Einheimischenmodells wurden im vergangenen Jahr 30 Grundstücke vergeben. Im Frühjahr 2017 soll die nächste Vergaberunde im EcoQuartier gestartet werden. Ab dem Sommer folgt dann der Geschosswohnungsbau an der Moosburger Straße, bei dem erstmals auch Eigentumswohnungen im Rahmen des Einheimischenmodells vergeben werden. Die nächsten Baugebiete folgen dann in Heißmanning, wo insgesamt rund 70 Wohneinheiten entstehen, und ab 2019 „Pfaffelleiten“ an der Moosburger Straße mit insgesamt 300 Wohneinheiten in drei Bauabschnitten.

Um die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans ging es Anfang 2016 bereits bei mehreren Informationsabenden und Zukunftswerkstätten. Die nächste Bürgerbeteiligung folgt hier Anfang 2017. Ebenfalls im kommenden Jahr geht die Bürgerbeteiligung beim Bebauungsplan Bürgerwindpark weiter. Und bevor die Planung des Hallenbads beginnt, gibt es Anfang des neuen Jahres eine umfassende Bürgerbefragung zur Ausstattung des neuen Familienbades.

Bei der Bürgerversammlung gab es nur wenige Fragen an den Bürgermeister. Lediglich das Thema Windkraft wurde kurz kontrovers diskutiert. Sachfragen betrafen z. B. die sichergestellte Weiternutzung eines Privatweges, die Breitbandversorgung und die Ausweitung der Barrierefreiheit für Fußgänger, vor allem bei Baustellen.

Thomas Herker appellierte an alle Bürger, ihre Anregungen, Kritikpunkte und Hinweise nicht erst bei der nächsten Versammlung zu melden, sondern sich jederzeit an die Stadtverwaltung zu wenden.
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