Stadtwerke sanieren jetzt auch den zweiten Brunnen im Schleiferholz

Das Wasser fließt aus den Hähnen wie immer. Obwohl die Stadtwerke seit diesem Frühjahr nur drei ihrer insgesamt fünf Trinkwasserbrunnen im Betrieb haben, bemerken die Bürger nichts davon. Denn die Wasserversorgung ist natürlich so angelegt, dass Ausfälle jederzeit ausgeglichen werden können. Grund für die vorübergehende Unterbrechung ist die notwendige Sanierung der beiden Brunnen im Schleiferholz. Der zweite Brunnen dort ist mit 100 Metern noch tiefer als der erste, der bereits im Frühjahr erfolgreich saniert werden konnte. Gemeinsam haben beide ihr hohes Alter, sie wurden in den 70er Jahren in Betrieb genommen. Im Laufe der Jahrzehnte haben die beiden Anlagen altersbedingt an Förderleistung verloren. Gestein und Sand im Untergrund filtern das in 100 Meter Tiefe fließende Grundwasser auf natürliche Art, bevor die Ströme dann in das Brunnenrohr gelangen. Dieses 40 Zentimeter dicke Rohr ist noch mit einer Kiesschicht ummantelt, die als zusätzliche Filter dient. Dort wird das Grundwasser gefasst und dann mit einer Pumpe im Trinkwassernetz verteilt. Nach vier Jahrzehnten hat die Anlage im Schleiferholz das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. In diesem Zusammenhang wurde die Anlage energetisch optimiert. Im Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 1,4 Millionen Euro investieren die Stadtwerke Pfaffenhofen für die Sanierung der beiden Brunnen. Das ist günstiger als neue Anlagen zu bauen.
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