Ereignisreiche Floriansmesse mit Segnung neuer Einsatzfahrzeuge

  Der 04. Mai ist für die Floriansjünger weltweit ein besonderer Tag. Doch die Pfaffenhofener Feuerwehrmänner und –frauen konnten sich heuer an ihrem Patronatstag gleich dreifach freuen.
Im Rahmen der traditionellen Floriansmesse, die dieses Jahr in der Stadtpfarrkirche in Pfaffenhofen gefeiert wurde, konnten nämlich insgesamt gleich drei neue Fahrzeuge gesegnet werden.

Pfarrer Albert Miorin hob während seiner Predigt hervor, dass die Feuerwehr jederzeit bereit ist Dienst am Nächsten zu leisten – und dies besonders dann, wenn es nicht in das tägliche Leben der Aktiven passt. Wie als Beweis hierfür läuteten wenige Sekunden später die Funkmeldeempfänger in der Kirche. Grund dafür war ein Blitz, der in Sulzbach in einen Dachstuhl eines landwirtschaftlichen Anwesens eingeschlagen hatte, aber glücklicherweise keinen größeren Schaden anrichtete.

Bei der anschließenden Segnung der neuen Drehleiter, des Kommandowagens und des Transportanhängers für die Feuerwehr-Oldtimer wünschte der Stadtpfarrer den rund 60 anwesenden Feuerwehrangehörigen, dass
sie jederzeit von allen Einsätzen und Übungen wohlbehalten zurückkehren mögen. Auch ein großer Teil des Stadtrats sowie etliche Bürger zeigten sich von der neuen Technik beeindruckt.


Diese Fahrzeuge sind neu und wurden im Rahmen der Floriansmesse gesegnet:

Drehleiter DLA(K) 23/12
Die neue Drehleiter vom Typ DLA(K) 23/12 ersetzt die bisherige Drehleiter aus dem Jahre 1997, welche nach Ihrer Außerdienststellung verkauft werden soll. Gemeinsam mit dem Markt Reichertshofen und der Stadt Vohburg hat die Stadt Pfaffenhofen erstmals eine Sammelbeschaffung durchgeführt. Aufgebaut wurde die Drehleiter von der Firma Rosenbauer in ihrem Werk in Karlsruhe.

Das rund 600.000€ teure Spezialgerät bietet gegenüber der bisherigen Drehleiter viele Vorteile. Der größte Unterschied ist der sogenannte Gelenkarm, der sich im obersten Leiterteil befindet. Dieser Teil der Leiter, an dem der Korb befestigt ist, kann gezielt abgewinkelt werden. Hierdurch können z.B. Gauben überfahren, zurückgesetzte Dachterrassen oder Fenster in engen Straßenbereichen erreicht werden. Die zweite Erneuerung stellt die fest verbaute Wasserführung bis in den Korb der Drehleiter sowie der fernsteuerbare Wasserwerfer dar. Bisher mussten zur Brandbekämpfung durch zwei Feuerwehrleute zuerst im Korb ein Wenderohr aufgebaut und der Schlauch im Leiterteil verlegt werden. Zukünftig kann auf diese zeitraubende Tätigkeit verzichtet werden und der Schlauch muss nur noch am Fahrzeugende an der vorgesehenen Festverrohrung angeschlossen werden. Auch der Wasserwerfer ist jetzt vom Bedienstand des
Maschinisten am Boden steuerbar.

Auch die Tragkraft des Rettungskorbs hat sich deutlich erhöht. Der Korb verfügt über eine Nutzlast von 500 kg. Bisher war bei drei Mann und 300 kg Schluss. Diese zusätzliche Nutzlast ermöglicht eine noch größere Reichweite, gerade bei der Rettung von schwergewichtigen Personen. Mit der neuen Krankentragenhalterung, welche auch mittig auf den Korbboden aufgebracht wird, können jetzt Personen mit einem Gewicht bis zu 300 kg gerettet werden. Durch die geänderte Anordnung ist der Patient im Korb für die Hilfskräfte besser zugänglich und kann so zu jeder Zeit optimal betreut werden. Wie bisher auch schon können an der Drehleiter an verschiedenen Festpunkten z.B. ein Flaschenzug der Absturzsicherung oder andere seilgeführte Rettungsgeräte angeschlossen werden. In den nächsten Wochen werden vor allem die Maschinisten die Bedienung der neuen Technik und auch das Fahren mit dem rund 285 PS starken Mercedesfahrgestell üben. Im Anschluss ist dann die gesamte Mannschaft dran. Auch sie müssen in die Neuheiten der Drehleiter unterwiesen werden.


Kommandowagen
Der Kommandowagen dient den Kommandanten und Einsatzleitern als Führungsfahrzeug. Mit ihm wird in der Regel der Löschzug angeführt und die Einsatzstelle erkundet. Nachdem der Funk und die Ausrüstungsgegenstände komplett in das neue Fahrzeug eingebaut worden sind, steht der neue Kommandowagen der Feuerwehr Pfaffenhofen auf Status 2: einsatzbereit im Gerätehaus.

Was ist neu? Der vorherige Audi, der mittlerweile insgesamt 19 Jahre auf dem Buckel hatte, wurde ausgemustert. Sein Ersatz ist nun ein Volvo XC60 mit 216 PS, 5 Zylindern, Allradantrieb, Diesel und kompletter Feuerwehr-Ausstattung.


Transportanhänger für Feuerwehr-Oldtimer
Der Feuerwehrverein investierte aus eigenen Mitteln in die Anschaffung eines Transportanhängers für die „Oide Lies“. Mit Hilfe dieses Anhängers können nun die Oldtimerfreunde der Feuerwehr noch leichter an Oldtimertreffen teilnehmen und das historische Löschfahrzeug sicher mit einem Mannschaftsbus dorthin befördern.

Weitere Fotos sind hier zu sehen und alle technischen Details zu allen Fahrzeugen der Feuerwehr, sind unter www.feuerwehr-pfaffenhofen.de zu finden.
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