Stadtrat beschließt die große Lösung: Hallenbad wird mit Sauna in einem Bauabschnitt gebaut

So soll das Pfaffenhofener Hallenbad einmal aussehen. (Ansicht aus Richtung Norden).
Der Pfaffenhofener Stadtrat hat am 7. Dezember mit breiter Mehrheit die große Lösung beschlossen: Das neue Hallenbad bekommt einen Saunatrakt und ein Parkdeck – und zwar alles in einem Bauabschnitt. Von den 26,1 Mio. Euro Gesamtkosten wird die Stadt Pfaffenhofen rund 16,8 Mio. Euro selbst tragen müssen. Da auch der Landkreis das Bad für seine Schulen nutzen wird, beteiligt er sich voraussichtlich an den Kosten für den schulischen Bedarf.

Das Raum- und Funktionsprogramm des neuen Sport- und Familienbads hatte der Stadtrat auf der Grundlage einer Bürgerbefragung und nach Abstimmung mit Sportvereinen und weiteren Nutzergruppen schon im Juli beschlossen. Darin sind u. a. ein wettkampf-geeignetes 25-m-Sportbecken mit fünf Bahnen und 1-m-Sprungbrett, ein kombiniertes Lehrschwimm- und Freizeitbecken sowie ein Eltern-Kind-Bereich mit Kleinkindbecken und kindgerechten Attraktionen vorgesehen. Hinzu kommen Gastronomie, Umkleide- und Aufenthaltsbereiche, Personal-, Verwaltungs- und Multifunktionsräume.

Für die weitere Planung stellte Projektsteuerer Jens-Wilhelm Brand dem Stadtrat nun drei mögliche Varianten vor, und da entschieden sich die allermeisten Stadträte für die großzügige Lösung samt Sauna– und nicht in zwei Bauabschnitten, was im Endeffekt teurer gekommen wäre, sondern „alles auf einmal“.

Zusätzlich zum Badebereich entsteht nun also auch ein Saunatrakt mit separatem Zugang, Trockensaunen, Dampfbad und Tauchbecken im Innenbereich sowie einem weiteren Schwitzbereich außen. Für diese Variante sind zusätzliche Parkflächen notwendig, so dass ein großes Parkdeck gebaut wird, das allein ca. 3,79 Mio. Euro kosten wird. Weitere 1,79 Mio. werden für den Abriss der Gerhardinger Schule, das Herrichten des Grundstücks und die Erschließung kalkuliert. Für das Hallenbad und die Sauna werden 20,53 Mio. Euro veranschlagt, sodass sich die Gesamtsumme von 26,1 Mio. Euro ergibt. Zum Vergleich: Die kleine Lösung ohne Sauna und mit kleinem Parkdeck hätte insgesamt rund 20,5 Mio. Euro gekostet.

Das Besucherpotential für das Hallenbad samt Sauna wird jährlich auf 160.000 geschätzt, davon 30.000 Besucher im Saunabereich und 30.000 aus Schulen und Vereinen. Bei den Betriebs- und Personalkosten wird mit einem jährlichen Defizit von rund 500.000 Euro gerechnet, das die Stadt Pfaffenhofen zu tragen hätte. Dabei ist auf der Einnahmenseite bisher ein Eintrittspreis von sechs Euro im Hallenbad, 14 Euro in der Sauna und drei Euro pro Vereins- oder Schulbesucher angenommen. Zum Vergleich: Bei der kleinen Lösung ohne Sauna wäre mit einem Defizit von jährlich knapp 600.000 Euro zu rechnen.

Mit der Stadtratsentscheidung kann es zügig weitergehen. Nach dem Abriss der Gerhardinger Schule sollen im Herbst 2018 die Erdarbeiten beginnen, sodass die ersten Besucher im Herbst 2020 im neuen Hallenbad ins warme Wasser springen können.
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Manfred Niedermeier
Manfred Niedermeier | 20.12.2017 | 13:42  
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