Ingrid Stelzer nimmt Abschied vom Pfaffenhofener Wochenmarkt

Ingrid Stelzer (2. v. links) nahm am Samstag ihren Abschied vom Pfaffenhofener Wochenmarkt. Dankeschön sagten (von links) Marktreferent Richard Fischer, Bürgermeister Thomas Herker mit seinem Sohn Sebastian und Marktmeister Reinhard Graf.
22 Jahre lang gehörte ihr Käsestand zum festen Inventar des Pfaffenhofener Wochenmarktes. Mit 69 Jahren hat Ingrid Stelzer nun beschlossen, sich zur Ruhe zu setzen, und am Samstag bediente sie ihre Kunden zum letzten Mal. Bürgermeister Thomas Herker und Marktreferent Richard Fischer bedankten sich herzlich für ihr langjähriges Wirken auf dem Wochenmarkt und überreichten ihr als Andenken eine Radierung des Pfaffenhofener Rathauses.

32 Sorten Käse aus dem Allgäu und – ganz wichtig – auch frische Butter hatte Ingrid Stelzer im Angebot. Der absolute Renner war von Anfang an der Emmentaler. Der ist und bleibt der beliebteste Käse der Pfaffenhofener – nur bei der Art des Schneidens scheiden sich die Geister: Während viele Kunden ihn ganz gleichmäßig mit der Maschine geschnitten haben wollen, schwören andere auf das gute alte Wiegemesser. „Das ist doch ein ganz anderes Geschmackserlebnis, wenn man mal dicke und mal dünnere Scheiben hat“, ist jedenfalls Thomas Herker ein Fan der traditionellen Methode.

Der Abschied fällt Ingrid Stelzer nicht ganz leicht, und sie hat lange überlegt, ob nicht ihre Tochter Astrid, die oft mit am Stand gearbeitet hat, den Verkauf weiterführen sollte. „Aber dann wäre ich doch wieder mit beteiligt, und einmal muss Schluss sein!“ hat sie sich entscheiden. Vor allem die Gespräche mit den vielen Stammkunden, die zum Teil seit 22 Jahren regelmäßig bei ihr einkaufen, werden ihr fehlen, und ein herzliches Dankeschön an ihre Kunden ist ihr ganz wichtig.

„Am Anfang war’s nicht so einfach. Die große Nachfrage nach Käse gibt es erst seit ein paar Jahren“, erinnert sich Ingrid Stelzer und so ist sie ihren Stammkunden besonders dankbar: „Nur von der Laufkundschaft kann man nicht leben.“ Wobei der Käseverkauf an zwei Vormittagen in der Woche ohnehin nicht für den Lebensunterhalt ausreichen würde, selbst wenn immer noch etliche Stunden Vor- und Nachbereitung mit dran hängen.

Diese wöchentlichen Verpflichtungen hat Ingrid Stelzer jetzt nicht mehr, aber zumindest zwei Termine stehen noch groß in ihrem Kalender: Bei den Volksfesten in Pfaffenhofen und Wolnzach ist sie auch weiterhin mit ihrem Käsestand dabei.
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