Bürgermeister Herker spricht beim Bundeskongress Nationale Stadtentwicklung in Hannover über „Kommunale Strategien“

Bei der Abschlussdiskussion nach den Vorträgen in Hannover (von links): Sylke Hildebrandt (Stadt Pritzwalk), Dr. Sabine Michalek (Bürgermeisterin der Stadt Einbeck), Christine Bardin (Bürgermeisterin der Stadt Ummerstadt), der Pfaffenhofener Bürgermeister Thomas Herker und Prof. Dr. Hagen Eyink vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Foto: Plan und Praxis, Berlin)
Der Pfaffenhofener Bürgermeister Thomas Herker nahm vom 14. bis 16. September am Bundeskongress Nationale Stadtentwicklung in Hannover teil. Er wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit eingeladen, bei zwei Rahmenveranstaltungen Vorträge zu halten. So sprach er am Mittwoch zunächst bei einem Forum mit dem Titel „Kleinstädte der Zukunft – neue Aufgaben und Perspektiven“ und am späteren Nachmittag beim Verbändetreffen des Deutschen Städtetags und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zum Thema „Wohnen in Stadt und Land – kommunale Herausforderungen und Konzepte“.

Damit wurde die Stadt Pfaffenhofen wieder einmal als beispielgebend für Kleinstädte herangezogen, und das sogar doppelt – in der Veranstaltung des Bundesministeriums und auch in der des Deutschen Städtetages. Unter den Kongressteilnehmern befanden sich zahlreiche Politiker und Bürgermeister aus ganz Deutschland sowie hochrangige Experten und Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung.

Herker stellte die Stadt Pfaffenhofen und die örtlichen Gegebenheiten kurz vor und ging auf die aktuelle Entwicklung sowie die derzeitige angespannte Wohnraumsituation ein. Besonderes Augenmerk legte er auf die städtischen Strategien zur Stärkung des Wohnstandortes Pfaffenhofen und zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums. „Im Vergleich zu den meisten anderen Kommunen der Republik befinden wir uns in einer privilegierten Situation“, erklärte Thomas Herker, „dennoch sind wir mit der Herausforderung konfrontiert, dass wir ein guter Fleck zum Leben, insbesondere für die Schwachen und Hilfsbedürftigen bleiben.“

Im Thema Wohnen, so erläuterte er weiter, stecken die derzeit vielleicht größten Herausforderungen für die Stadt Pfaffenhofen: Wohnen muss bezahlbar bleiben, auch für Einheimische soll der Traum von den eigenen vier Wänden erfüllbar sein, und es werden mehr Sozialwohnungen gebraucht. Die Stadt Pfaffenhofen will in den nächsten Jahren rund 30 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau investieren. Damit sollen viele sanierungsbedürftige Wohnungen modernisiert und mindestens 130 zusätzliche Sozialwohnungen gebaut werden. Und damit auch für die Schwächsten in der Gesellschaft Platz bleibt, wird derzeit ein Erweiterungsbau am Obdachlosenheim errichtet.

Als weitere städtische Maßnahmen nannte Thomas Herker die Durchsetzung der Mietpreisbremse und die Erstellung des ersten Pfaffenhofener Mietspiegels. Ein Vorzeigeprojekt ist das Pfaffenhofener Einheimischenmodell, das bereits in ähnlicher Form von anderen Kommunen übernommen wurde und das vor kurzem noch deutlich ausgeweitet wurde, um den Alteingesessenen – vor allem Familien – auch weiterhin den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände zu ermöglichen. Ebenfalls Modellcharakter hat das Neubaugebiet Ecoquartier, in dem Wohnen, Gewerbe und Landwirtschaft mit den Kriterien der Nachhaltigkeit verbunden werden.
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