Ambulante Hilfe für pathologische Spieler

Wenn das Spiel zur Krankheit wird – Beratungsstelle in Pfaffenhofen bietet ein neues Behandlungsangebot.

Die Prop Beratungsstelle ist in Pfaffenhofen seit mehr als 20 Jahren zuverlässiger Ansprechpartner bei Suchtmittelproblemen und hat seit diesem Jahr die Anerkennung der Kassen als Behandlungsstelle für Glücksspielsucht. Durch die neue Regelfinanzierung über DRV und Krankenkasse gehören die mühsamen Einzelfallentscheidungen der Vergangenheit an. Neben der Beratung und Vermittlung in eine Fachklinik für pathologisches Spiel, ist nun auch eine ambulante Therapie vor Ort möglich. Dort wird den pathologischen Spielern nicht nur bei der Bewältigung ihrer Suchterkrankung geholfen, sondern auch bei der Lösung vielfältiger psychosozialer Begleiterscheinungen, wie z. B. hohe Schulden, zerrüttete Beziehungen und Probleme am Arbeitsplatz.

Die Zahl der pathologischen Glücksspieler wird in Deutschland auf ca. 100.000 bis ca. 300.000 geschätzt. Die Versorgungsnachfrage von Glücksspielsüchtigen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. „Auch bei uns an der Beratungsstelle merkt man den Anstieg“, so Teamleitung Annett Grabowski. „Wir sind sehr froh, dass wir die Anerkennung zur ambulanten Therapie erhalten haben und den Betroffenen zeitnah Hilfe anbieten können. Nicht zuletzt auch wegen der langen Wartezeiten für stationären Therapien, die oftmals mehrere Monate betragen.“


Die Meisten von ihnen zocken am Automaten. Anfangs hat man den Nervenkitzel und einen schnellen Gewinn. Die Folgen sind Existenzbedrohlich. Das Ende kann der Verlust der sozialen Integration, der Weg in die Arbeitsunfähigkeit, der Verlust des Partners, Straffälligkeit bis hin zum Suizid sein. “Glücksspielsüchtigen wird die höchste Selbstmordrate zugeschrieben”, informiert Grabowski, “aus diesem Grund kann ein schneller Therapiebeginn Leben retten.”
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