Abgetaucht

Tauchanwärter
 
Taucheinsatzfahrzeug
Percha: Percha |

Erfolgreiche Prüfung zum Rettungstaucher

Nach zwei langen Jahren hat Andreas Oberhauser letzten Sonntag die Ausbildung zum Rettungstaucher erfolgreich abgeschlossen. Damit stellt er seit vielen Jahren den ersten neuen aktiven Rettungstaucher unserer Ortsgruppe.

Zur Abschlussprüfung des Bezirks Oberbayern waren insgesamt 22 Teilnehmer in Percha am Starnberger See angetreten. Als erste Hürde galt es, eine umfangreiche Theorieprüfung zu meistern. Hier wurden 40 Fachfragen aus verschiedenen Bereichen des Tauchens gestellt, welche im freien Schreiben beantwortet werden mussten.

Die praktische Prüfung bestand danach aus sechs Einzelübungen, wobei für jede Übung ein Zeitlimit von 15 Minuten angesetzt war und jeder kleine Fehler mit Punktabzügen festgehalten wurde. Die erste Übung war das Antauchen einer Boje in sieben Metern Tiefe. Allerdings nicht etwa im klaren Wasser eines Freibades, sondern im sogenannten "blauen Wasser", wo es weder Grund noch Oberfläche zu sehen gab. Orientierung gaben dabei lediglich die Leinenzugzeichen eines Signalmannes am Ufer. Im Anschluss daran mussten die Prüflinge handwerklich aktiv werden: Zuerst war die Aufgabe, mit einer Säge in zehn Metern Tiefe eine ca. 2cm dicke Holzscheibe gerade abzusägen. Danach ging es ans Basteln: ein Objekt mit mehreren verschiedenen Bohrungen lag zerlegt am Grund und wollte wieder zusammengebaut werden. Dabei gab es allerdings etliche Möglichkeiten, die Teile zusammenzustecken - aber nur bei einer Variante kam am Ende das richtige Bauteil heraus. Auch das Leinenführen für einen anderen Taucher stand auf dem Programm.

Wesentlich anstrengender war die Aufgabenstellung der vierten Übung: Eine 70kg schwere Puppe lag in zwölf Metern Tiefe auf dem Grund. Diese musste in Apnoe, das heißt nur mit Luftanhalten, geborgen werden, wobei sehr darauf geachtet wurde, dass der Prüfling korrekt und im Fesselschleppgriff auftaucht. In der folgenden Übung "schwebte" der Prüfling austariert in 18 Metern Tiefe. Der Ausbilder nahm dann ohne Vorwarnung die Brille und den Atemregler des Tauchers ab. Während der Prüfling in Ruhe beides wieder anlegen musste, blies der Ausbilder zusätzlich noch das Jacket des Prüflings auf, welcher aber trotzdem seine Tarierlage halten musste. Die letzte Prüfung war dann noch das Bergen eines bewusstlosen Tauchers.

Von den insgesamt 22 Prüflingen konnten 18 am Ende des Tages ihr Zertifikat entgegennehmen.

Die Ausbildung zum Rettungstaucher ist die längste und härteste Ausbildung in der gesamten Wasserwacht. In knapp zwei Jahren lernen die angehenden Rettungstaucher die theoretischen und praktischen Grundlagen des Tauchens, des Taucheinsatzes und der Ausrüstung. In bis zu 30 Pflichttauchgängen werden etliche praktische Fähigkeiten erlernt und die Anwärter an ihre körperlichen Grenzen getrieben.

Die Wasserwacht Pfaffenhofen verfügt nun wieder über einen aktiven Rettungstaucher. Hans Postel, welcher ebenfalls die Ausbildung besitzt, kann nach seinem nächsten Tauchgang ebenfalls wieder diese Aufgabe übernehmen. Mit Armin Bucher, welcher im September seine Prüfung antreten wird, verfügt unsere Ortsgruppe über einen kompletten Tauchtrupp, welcher auch zur überörtlichen Hilfe herangezogen werden kann.

Weitere Informationen zur Ortsgruppe finden SIe unter www.wasserwacht-pfaffenhofen.de.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.