Schönes Konzert von DOTA und Dobré hat den Pfaffenhofener Kultursommer beendet

Nach 38 Tagen und insgesamt 28 Veranstaltungen ist der Pfaffenhofener Kultursommer 2016 am Sonntagabend zu Ende gegangen. Das Abschlusskonzert war sehr schön – auch wenn es wegen der zweifelhaften Wetterlage nicht auf dem Hauptplatz stattfinden konnte.

Damit war das Konzert der beiden Bands Dobré aus München und DOTA aus Berlin die dritte als Open Air geplante Veranstaltung dieses Kultursommers, die in den Saal verlegt werden musste. Die Unwetterwarnungen hatten dem städtischen Kulturmanager Sebastian Daschner keine Wahl gelassen – auch wenn dann am Sonntagabend die Sonne schien.

Nachdem die beiden anderen Veranstaltungen am Kultursommer-Eröffnungswochenende in den Müllerbräusaal verlegt worden waren, bot beim Abschlusskonzert der Stockerhof den optimalen Ausweichort. Wer die Musik hautnah erleben wollte, kam in den Saal, während diejenigen, die vor allem den lauen Abend und die Unterhaltung mit Freunden genießen wollten, draußen im Biergarten blieben.

Beim Abschlusskonzert am Sonntagabend, das von der Sparda-Bank präsentiert wurde, war die Stimmung bestens. Die melodiösen Popsongs der jungen Münchener Band Dobré („wir sind älter als wir aussehen – unsere Kinder sind jünger“) brachte die Zuhörer schnell zum Mitwippen und Mittanzen. Erst nach zwei Zugaben durften die fünf Musiker die Bühne verlassen.

Hauptact des Abends war dann DOTA aus Berlin, die gerade durch Deutschland touren und ihr neues Album „Keine Gefahr“ vorstellen. Mit toller Stimme und poetischen Liedern in deutscher Sprache, aber vor allem mit Klartext und deutlichen Aussagen beeindruckt Dota Kehr, die ehemalige Straßenmusikerin und „Kleingeldprinzessin“ ihr Publikum. Dabei hat sie drei versierte Musiker zur Seite, die auch mit einigen Instrumental-Stücken überzeugten: Jan Rohrbach an der E-Gitarre, Jonas Hauer am E-Piano und Schlagzeuger Janis Görlich, der an diesem Abend durch Jan Roth gleichwertig ersetzt wurde. Auch DOTA wurde erst nach mehreren Zugaben mit viel Applaus entlassen.

„Kultur hat die Aufgabe, die Menschen zusammenzuführen“, meinte Kulturreferent Steffen Kopetzky bei seiner Begrüßung. Diesen Auftrag hat die städtische Kulturabteilung mit dem gelungenen Abschlusskonzert, aber auch mit dem ganzen Kultursommerprogramm sicherlich erfüllt. Jung und alt, Kunstfreunde und Literaturfans, Anhänger der unterschiedlichsten Musikrichtungen sowie Tanzbegeisterte fanden bei der Vielzahl der Veranstaltungen das für sie Richtige. Und wer bei den drei in den Saal verlegten Konzerten die schöne Open-Air-Atmosphäre vermisste, der kam zumindest bei der Langen Nacht der Kunst und Musik voll auf seine Kosten.
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