Innen und Außen: Zweifache Vernissage eröffnete die Doppelausstellung von Reiner Schlamp

Reiner Schlamp in der Ausstellung „Aussen“ (rechts im Bild der frühere Kulturreferent Hellmuth Inderwies).
 
In der Ausstellung „Innen“ sind neben Bildern und Grafiken auch Plastiken zu sehen.
Mit einer zweifachen Vernissage und zahlreichen Gästen wurde am Freitagabend, 30. September, die Doppelausstellung zu Ehren des Pfaffenhofener Künstlers Reiner Schlamp eröffnet. „Innen“ und „Außen“ sind die beiden Ausstellungen betitelt, die jetzt im „Kino“ der Kulturhalle am Ambergerweg und in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung zu sehen sind.

In Zusammenarbeit mit dem Neuen Pfaffenhofener Kunstverein widmet die Stadt Pfaffenhofen Reiner Schlamp anlässlich seines 80. Geburtstags die Jubiläumsausstellung. Immerhin ist Schlamp einer der bekanntesten und aktivsten Kunstschaffenden Pfaffenhofens, der sich als Maler, Radierer, Bildhauer und Puppentheatermacher sowie als Kunsterzieher am Schyren-Gymnasium einen Namen gemacht und zudem maßgeblich an der Gründung der Städtischen Galerie mitgewirkt hat.

Die Bilder- und Grafik-Ausstellung „Außen“ im so genannten „Kino“, einem kleinen Raum der Kulturhalle, wurde von Kulturreferent Steffen Kopetzky eröffnet. Reiner Schlamp bedankte sich bei der städtischen Kulturabteilung und beim Neuen Pfaffenhofener Kunstverein für die gute Zusammenarbeit, bei Gottfried Müller und Sebastian Daschner fürs Hängen der Bilder, bei Karin Probst für den Text im Ausstellungskatalog und bei Pit Riegler für die Gestaltung des Katalogs und der Einladungskarten. Schlamp erinnerte an alte Weggefährten wie Eduard Luckhaus, Sigi Braun oder Sepp Hautmann, an die früheren Kulturreferenten Alfred Schmidt und Willihard Kolbinger und richtete ein Lob an die junge Künstler-Generation mit Annette Marketsmüller, Benedikt Hipp, Christoph Ruckhäberle, Philipp Brosche u.a.

Gleich im Anschluss an diese Vernissage gingen die Besucher hinüber ins Haus der Begegnung, wo unter dem Titel „Innen“ Bilder, Grafiken und Plastiken gezeigt werden. Hier hielt Günther Köppel, emeritierter Professor für Kunstpädagogik an der KU Eichstätt, die Laudatio. Er hatte Reiner Schlamp vor 40 Jahren durch das Figurentheater kennengelernt und bescheinigte ihm eine „bewundernswerte und außergewöhnliche Akribie und große Ernsthaftigkeit in seiner Arbeit“. Seit Jahrzehnten arbeite Reiner Schlamp mit großer „Power“, so Köppel, und auch die aktuellen Arbeiten „zeigen seine unglaubliche Dynamik“.

„Seine Bildelemente sitzen – getragen von der Sicherheit einer soliden Ausbildung“, führte Köppel weiter aus und nannte weitere Qualitäten, die sich wie ein roter Faden durch Reiner Schlamps Werke ziehen: sein Gefühl für eine durchweg stimmige Komposition, seine große Seriosität und seine Authentizität. Dabei sei er überaus vielseitig und arbeite in den verschiedenen Techniken sehr präzise. Auch in den Jahrzehnten, die er als Lehrer tätig war, hatte Reiner Schlamp nie aufgehört, selbst auch künstlerisch zu arbeiten, und das bezeichnete Professor Köppel als besonders wichtig, denn „wer nicht selbst brennt, kann andere nicht entzünden“.

Die Ausstellung „Innen“ in der Städtischen Galerie zeigt Bilder, Grafiken und Plastiken aus den Jahren 1991 bis 2016, die im Atelier entstanden sind. Sie läuft bis einschließlich 23. Oktober. Die Öffnungszeiten der Städtischen Galerie sind: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist immer frei.

Die Ausstellung „Außen“ fasst Bilder und Grafiken aus den Jahren 1981 bis 2015 zusammen, die in der freien Natur gemalt wurden. Sie läuft bis zum 16. Oktober. Der Kunstverein öffnet die Ausstellung im „Kino“ der Kulturhalle am Ambergerweg jeweils Donnerstag/Freitag von 16 bis 19 Uhr und Samstag/Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro, sonntags einen Euro.
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