Ausstellungseröffnung: Christoph Scholter mit „natura morta viva“ in der Städtischen Galerie

Christoph Scholter, ohne Titel, Öl und Acryl auf Leinwand
Die Ausstellung eines sehr begabten Künstlers wurde am Freitag, 28. Oktober, in der Städtischen Galerie eröffnet. Christoph Scholter begeisterte die Besucher zum einen mit seinen handwerklichen Fähigkeiten, zum anderen jedoch überwiegend mit den Kenntnissen der künstlerischen Inszenierung seiner fotorealistischen Werke. Der junge Maler lebt und arbeitet in Schrobenhausen, als Künstler hat er sich allerdings schon weit darüber hinaus einen Namen gemacht.

Die Begrüßung der Gäste übernahm Bürgermeister Thomas Herker, der den Künstler noch aus der gemeinsamen Schulzeit kennt. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Richard Gruber an der Gitarre und Claus Filser an der Geige.
Eine Einführung in die Ausstellung übernahm der Schrobenhausener Bildhauer Richard Gruber, ebenfalls ein Freund des Künstlers. Gruber sprach über das Konzept der „natura morta“ – der toten Natur. In den vanitas-Stillleben aus dem 17. und 18. Jahrhundert ging es um die Erinnerung an die Vergänglichkeit irdischen Lebens. Diesen Vergänglichkeitsgedanken will nun Christoph Scholter durch seine realistischen Stillleben und die banalen Dingen des modernen Alltags in das 21. Jahrhundert transportieren. Die Sinnhaftigkeit dieser Wegwerfgegenstände als Zeichen unserer Zeit würde dem Betrachter am besten durch fotorealistische Methoden vermittelt, so Gruber.

Christoph Scholter studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und war dort Meisterschüler der Klasse für freie Malerei und Kunsterziehung bei Professor Michael Munding, in der er 2011 auch mit dem Klassenpreis ausgezeichnet wurde. Den Kunstförderpreis der Stadt Lauf erhielt Scholter 2008 und 2009. Seine Arbeiten waren bereits bei Ausstellungen in Regensburg, Wien, München, Nürnberg und Stuttgart zu sehen.
Wie am Freitag bekannt wurde, trägt Scholter seit Ende Oktober auch einen Doktortitel. Seine Dissertation steht unter dem Titel „Die Kinderzeichnung als Phänomen kindlicher Ausdrucksweisen im Kontext von Medien- und Spielwelten von 1980-1989 in der BRD. Eine Analyse historischer Kinderzeichnungen“.

Die Ausstellung „natura morta viva“ ist noch bis einschließlich 20. November in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr; Samstag, Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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