„Afghanistan. München. Ich. Meine Flucht in ein besseres Leben“: Hassan Ali Djan auf der Pfaffenhofener Lesebühne

Hassan Ali Djan tritt am 22. Oktober auf der Pfaffenhofener Lesebühne im Theatersaal im Haus der Begegnung auf. (Foto: Jan Schmiedel)
Es ist eine sehr persönliche Geschichte über Flucht, aber auch über das Ankommen, zugleich auch eine Detailaufnahme eines Themas, das derzeit von großem medialen wie öffentlichen Interesse ist und viel diskutiert wird. Hassan Ali Djan stellt am Samstag, 22. Oktober, auf der Pfaffenhofener Lesebühne seine mit der Journalistin Veronica Frenzel verfassten Autobiographie vor: Die Erlebnisse eines afghanischen Flüchtlings in München.

Hassan Ali Djan wurde mit elf Jahren erwachsen. Nach dem Tod seines Vaters war er für die Familie verantwortlich. Schon bald verlässt er das afghanische Heimatdorf, um im Iran auf Baustellen zu arbeiten. Mit 16 wagt er die Flucht ins Ungewisse. Zufällig strandet er in Deutschland, wird in ein Auffanglager in München gebracht und sieht sich mit Menschen und Mechanismen konfrontiert, die er nicht versteht. Wem kann er vertrauen? Wie kann er in Deutschland ankommen? Und wie kann er für seine Familie in Afghanistan sorgen?

Aber Hassan Ali Djan gibt nicht auf. Er ist heute in Deutschland angekommen und angenommen. Er erzählt seine eigene Geschichte, über die Flucht und seine Anfänge in München. Aber vor allem spricht er über die positiven Reaktionen seines Umfelds, die er erfahren hat und die ihn in Bayern eine neue Heimat haben finden lassen.

Hassan Ali Djan wurde 1989 in Almitu, Afghanistan, geboren. Im Jahr 2005 floh er über die Türkei und Griechenland nach München, wo er auch heute noch lebt. Seit 2015 besitzt der die deutsche Staatsbürgerschaft. Zehn Jahre nach seiner Flucht hat er die Mittlere Reife, eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine eigene Wohnung.

Die Lesung auf der Pfaffenhofener Lesebühne widmet sich dem Thema der Flüchtlingssituation in Deutschland und vor allem in Bayern. Moderiert von der Integrationsbeauftragten der Stadt Pfaffenhofen, Frederike Gerstner, und dem Radiosprecher Maximilian Herbstmeier werden an diesem Abend die Nachrichten, die den derzeitigen Medienalltag bestimmen, zu persönlichen Schicksalen. Musikalisch umrahmt von afghanischer Musik, verspricht der Abend Einblicke in unbekannte Biographien bei uns lebender Flüchtlinge.

Die Lesung findet am Samstag, 22. Oktober, um 20 Uhr im Theatersaal im Haus der Begegnung statt. Einlass ist um 19.30 Uhr.
Karten für die Lesung gibt es im Vorverkauf beim Pfaffenhofener Kurier, bei Elektro Steib, beim intakt Musikinstitut sowie online unter www.okticket.de zum Preis von 8 Euro (ermäßigt 5 Euro). An der Abendkasse kostet der Eintritt 10 bzw. ermäßigt 8 Euro.
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