Erster qualifizierter Mietspiegel der Stadt Pfaffenhofen liegt vor

Der Wohnungsmarkt in Pfaffenhofen boomt (hier das Wohngebiet am Ambergerweg). Der jetzt beschlossene qualifizierte Mietspiegel macht das örtliche Mietpreisgefüge transparenter.
Der erste Mietspiegel der Stadt Pfaffenhofen ist fertiggestellt. Vom Stadtrat wurde er in der Sitzung am 7. Juli als „qualifizierter Mietspiegel“ anerkannt. In gedruckter Form liegt der Mietspiegel ab der kommenden Woche im Rathaus und bei der Stadtverwaltung kostenlos zum Mitnehmen aus. Im Internet ist er auf www.pfaffenhofen.de/mietspiegel zu finden. Hier wird auch ein online-Rechner angeboten, mit dem man für „sein“ Objekt die ortsübliche Miete errechnen kann.

Der Mietspiegel stellt eine Übersicht der gezahlten Mieten in Pfaffenhofen für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage dar. Er bildet somit eine repräsentative und rechtssichere Grundlage für die Mietpreisgestaltung und dient verlässlich zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Diese liegt in Pfaffenhofen noch deutlich unterhalb den Werten in Städten des Münchner Umlands wie Dachau oder Garching.

Übergeordnetes Ziel für den Stadtrat ist die dauerhafte Sicherung von bezahlbarem Wohnraum in der Wachstumsregion Pfaffenhofen. Dazu dient auf der Stufe der Baulandentwicklung die 2015 erfolgte Ausweitung des Einheimischenmodells. Darüber hinaus wirkt die Stadt aktiv auf den örtlichen Wohnungsmarkt ein, indem sie in den nächsten Jahren insgesamt 30 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau investiert. Die im März 2015 durch den Stadtrat auf den Weg gebrachte Erstellung des Mietspiegels ist in diesem Zusammenhang ein dritter Baustein, den Pfaffenhofenern erschwinglichen Wohnraum zu sichern; flankiert wird der qualifizierte Mietspiegel durch die Aufnahme der Stadt in den Geltungsbereich der Verordnungen zur Mietpreisbremse und zur Kappungsgrenze, welche die Möglichkeit von Mieterhöhungen zusätzlich begrenzen.

Mit der Erstellung des Mietspiegels hatte die Stadt Pfaffenhofen das EMA-Institut für empirische Marktanalysen in Sinzing beauftragt. Mit einbezogen wurde ein Arbeitskreis aus Wohnungsmarktexperten, in dem neben der Stadtverwaltung auch der Mieterverein, der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein sowie das Amtsgericht vertreten waren.

EMA-Leiter Dr. Bernhard Schmidt stellte in der Stadtratssitzung am 7.Juli den Mietspiegel und dessen Erstellung ausführlich vor. In einer umfassenden Datenerhebung waren Anfang des Jahres 7.700 Haushalte in Pfaffenhofen angeschrieben worden. Mit 2.000 ausgefüllten Fragebögen war die Rücklaufquote um ein Mehrfaches höher als erwartet. Die erhobenen Daten wurden nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden erfasst und ausgewertet, sodass der Mietspiegel vom Stadtrat jetzt mehrheitlich als „qualifiziert“ anerkannt wurde.
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