Galway - Pfaffenhofen: Irisch-bayerische Klima-Partnerschaft besiegelt

Thomas Herker (Bürgermeister Pfaffenhofen), David Killilea, (Genossenschaft Galway), Dr. Sebastian Brandmayr (Stadtwerke Pfaffenhofen), Michelle O' Dowd (Uni-Campus Galway), Kieran Cunnane (Genossenschaft Galway), Andreas Herschmann (Bürgerenergie Genossenschaft Pfaffenhofen), Markus Käser, (Bürgerenergie Bayern e.V.) - Nicht auf dem Bild: Phil James
 
Expertentreffen beim Auswärtigen Amt ;-)
Klimaschützer aus dem bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm und dem irischen Galway vereinbaren in Berlin langfristige Zusammenarbeit und Austausch.

Bayern wie Iren sind gesellig und halten sich gern im Wirtshaus oder im Pub auf.
Doch Geselligkeit und die Liebe zum Bier sind nicht die einzigen Gemeinsamkeiten.

Im Rahmen des Projektes „Energiewende PartnerStadt“ von Auswärtigem Amt und der Agentur für Erneuerbare Energien haben nun eine Delegation aus Pfaffenhofen (Bayern) und Galway (Irland) in Berlin den Start einer internationalen Klima-Partnerschaft besiegelt.

Zuvor hatte laut Mitteilung der Energieagentur eine Jury Pfaffenhofen und Galway aufgrund deren ambitionierter Klimaschutzziele und vorbildlichen Projekte als eine von fünf möglichen europäischen Partnerschaften ausgewählt.

Allen voran werden in der Begründung die Pfaffenhofener Bürgerenergie-Genossenschaft und die Stadtwerke als Vorreiter und Macher in Sachen Klimaschutz, Energiewende und Bürgerbeteiligung gewürdigt. Galway wurde vor allem aufgrund seiner erfolgreichen Energieeffizienzmaßnahmen bei Gebäudensanierungen auserkoren.

Der erste Kontakt zum Projekt wurde zunächst durch die Bürgerenergie-Genossenschaft Pfaffenhofen hergestellt. Das Stadtwerk Pfaffenhofen und Bürgermeister Herker, sowie Markus Käser, Chef des Landesverbandes Bürgerenergie Bayern e.V., hatten daraufhin ihre Unterstützung umgehend zugesagt. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und die Humboldt-Viadrina Governance Platform (HVGP) werden den interkommunalen Austausch mit Workshops, Exkursionen und Vernetzungstreffen begleiten.

In Berlin fand am Dienstag und Mittwoch nun das Auftakttreffen statt. Prof. Dr. Gesine Schwan begrüßte alle Teilnehmer und ging in ihrer Rede vor allem auf die Bedeutung der Bürgerbeteiligung bei der Umsetzung der dezentralen Energiewende ein. Ziel des Projekts „Energiewende PartnerStadt“ sei, so Gesine Schwan, über Ländergrenzen hinaus Know-how und Erfahrungen zur lokalen Energiewende auszutauschen, den Technologietransfer im Bereich Erneuerbare Energien zu erleichtern und den Zusammenhalt in Europa zu unterstützen.

Außerdem für das Projekt ausgewählt wurden Braunsbedra (Sachsen-Anhalt) und Kozani (Griechenland), Marburg-Biedenkopf (Hessen) und Koscierczyna (Polen), Steinhagen (Nordrhein-Westfalen) und Woerden (Niederlande), sowie Alheim (Hessen) und Dunleer (Irland).

In den kommenden zwei Jahren werden sich, so die Verantwortlichen, nun Pfaffenhofen und Galway in Workshops und Veranstaltungen vernetzen und anhand von Praxisbeispielen voneinander lernen.

Die Delegationsteilnehmer berichten aber auch von ersten guten zwischenmenschlichen Begegnungen in Berlin und inspirierenden Ideen, wie zum Beispiel dem ein gemeinsames Windkraft-Guinness zu brauen. Einen ersten Erfolg konnte das Team ebenso bereits verbuchen: Beim EU-Energie-Quiz am Partnerabend schaffte das Team "PfaffenWay" den ersten Platz vor allen anderen Partnerregionen.

Über Galway:
Galway ist eine Universitätsstadt an der Westküste mit 80.000 Einwohnern und gilt als inoffizielle Hauptstadt des Westens von Irland.
https://www.galwaycity.ie/
https://www.galwayenergy.coop/

Über Pfaffenhofen:
Pfaffenhofen an der Ilm ist mit 26.000 Einwohnern Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, ist Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und des UN-LivCom Awards "lebenswerteste Kleinstadt der Welt".
https://www.pfaffenhofen.de
https://buergerenergie-pfaffenhofen.de/
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