Verkehrsberuhigung: Stadtrat folgt dem Votum der Radlhöfe-Anlieger

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauamts beim Auswerten der Stimmkarten im November
Die Bewohner des Wohngebiets Radlhöfe haben bei der Bürgerbefragung im November mit großer Mehrheit gegen eine Verkehrsberuhigung in den Straßen des Viertels gestimmt. Insgesamt haben 591 Bewohner und Eigentümer eine Stimmkarte abgegeben, 344 davon haben mit „Nein“ gestimmt. Der Stadtrat ist mit seiner Entscheidung dem Votum gefolgt und hat gegen eine Verkehrsberuhigung gestimmt. Dennoch werden an der Goetheallee voraussichtlich an drei Stellen (eine oberhalb, zwei unterhalb des Kreisverkehrs) an den Fußgängerüberwegen Verengungen eingebaut, um dort den Verkehr zu bremsen.

Bedenken berücksichtigt
Die Anwohner hatten auf den Stimmkarten auch zahlreiche Bedenken gegen eine Verkehrsberuhigung in den Nebenstraßen geäußert. Befürchtet wurden unter anderem zusätzliche Gefahren oder Verkehrsbehinderungen durch die geplanten Pflanztröge. Auch forderten Anwohner häufigere Geschwindigkeitskontrollen.
Die Rechts-vor-Links-Regelung an der Goethestraße wird beibehalten, um der Straße nicht den Charakter einer Hauptstraße zu verleihen, was eine Erhöhung der Geschwindigkeit nach sich ziehen würde. In den Nebenstraßen werden keine verkehrsberuhigenden Maßnahmen umgesetzt.

Möglichkeiten
Nach Anträgen von Anliegern aus dem Wohngebiet Radlhöfe hatte der Bauausschuss im August die Durchführung einer Haushaltsbefragung beschlossen. Dieser Befragung war am 19. September ein Informationsabend vorausgegangen, bei dem die Stadtverwaltung die möglichen Maßnahmen vorgestellt und erläutert hatte. Jedem Bewohner, auch Kindern, und den Eigentümern, wurde danach eine Stimmkarte zugesandt. Hätte eine Mehrheit für die Verkehrsberuhigung gestimmt, hätte die Stadtverwaltung zunächst ein Jahr lang auf Probe Betonringe aufgestellt. Nach dieser Probephase hätten die Bewohner ihre Erfahrungen einbringen und über den endgültigen Beibehalt der Spielstraßen abstimmen können.
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