Stadtrat nimmt zum Bürgerantrag Stellung – Kreisverkehr bleibt, weil er Teil des Gesamtkonzepts zur Verkehrsberuhigung ist

Visualisierung: An der Hohenwarter Straße in Höhe der Moschee sind eine Fahrbahneinengung und eine Mittelinsel vorgesehen. (Foto: Reinhard Beck)
Der Kreisverkehr an der Hohenwarter Straße ist Teil eines Gesamtkonzepts aus dem städtischen Verkehrsentwicklungsplan, mit dem unnötiger Durchfahrtsverkehr aus der Innenstadt herausgehalten und auf die Anton-Schranz-Straße umgelenkt werden soll. Der Stadtrat hat sich in seiner Aprilsitzung nun mit einem Bürgerantrag befasst, der den Rückbau dieses Kreisels zum Ziel hatte.

Dabei wurde von der Verwaltung noch einmal das Maßnahmenbündel erläutert, das im Zusammenspiel mit dem Kreisverkehr eine Verringerung des Verkehrsaufkommens in der Hohenwarter Straße um über zehn Prozent erwarten lässt und das der Stadtrat bereits im Februar 2018 einstimmig auf den Weg gebracht hatte. Bereits im Februar hatte der Stadtrat die Thematik ausführlich erörtert; Verkehrsplaner und Fachingenieure bestätigten dabei, dass der regelkonform ausgeführte Verkehrskreisel seine volle verkehrsleitende Wirkung erst mit der Ausführung der weiteren Maßnahmen entfalten wird, die der Verkehrsentwicklungsplan in der Hohenwarter Straße vorsieht.

Da bereits in den nächsten Wochen die nächsten Einzelschritte aus dem Maßnahmenbündel umgesetzt werden, war die Mehrheit im Stadtrat davon überzeugt, dass in Kürze auch für aktuelle Kritiker des Kreisels die verkehrsberuhigende Wirkung an dieser Stelle noch deutlicher zu Tage treten wird. Für den Bürgerantrag waren insgesamt 875 gültige Unterschriften eingereicht worden, wobei die Sammlung der Unterschriften aber, wie in der Sitzung erläutert, bereits Mitte Februar begonnen hatte, als vielen Bürgern das Gesamtkonzept für die Verkehrsberuhigung womöglich noch nicht bekannt war. Im März erhielten dann alle Pfaffenhofener Haushalte eine ausführliche Broschüre der Stadtverwaltung, in der sowohl die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans als auch die konkreten Einzelmaßnahmen umfassend dargestellt wurden. Der Stadtrat kam daher zu dem Ergebnis, den Kreisverkehr zu belassen und die weiteren Verkehrsberuhigungsmaßnahmen zügig umzusetzen.

Die wichtigsten Maßnahmen, die zusammen mit dem Kreisverkehr das Tempo in der Hohenwarter Straße drosseln und damit die Straße für eine reine Durchfahrt unattraktiv machen sollen:
• Eine Fahrbahneinengung und eine Mittelinsel werden in Höhe der Moschee ausgeführt.
• In der Schirmbeckstraße und in der Hohenwarter Straße im Bereich der Seniorenwohnanlage gilt künftig Tempo 30.
• Fußgängerampeln werden an der Hohenwarter Straße in Höhe der (Äußeren) Quellengasse installiert.
• In Höhe der Anton-Schranz-Straße ist eine abknickende Vorfahrt geplant.
• Für Radfahrer wird ein Fahrradschutzstreifen stadtauswärts ab dem Kreisel bis zur Anton-Schranz-Straße geprüft.
Die Verkehrsberuhigung beschränkt sich nicht auf die Hohenwarter Straße: An der Münchener-/Moosburger Straße, vor der evangelischen Kirche, ist ein weiterer Kreisverkehr vorgesehen. Und in der Scheyerer Straße wird im Bereich der Schulen zwischen Niederscheyerer Straße und Herzog-Ludwig-Straße Tempo 30 ausgewiesen.
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