Fahrbahnschwellen als Tempobremse: Nachbesserung am Minikreisverkehr Hohenwarter Straße

Am Minikreisverkehr, der im Herbst an der Hohenwarter Straße/Schirmbeckstraße eingebaut wurde, wird es eine Nachbesserung geben: Damit die Autofahrer nicht mehr geradeaus über den Kreisverkehr rasen, werden acht Fahrbahnschwellen als Tempobremse in die rote Mittelinsel eingebaut.

Der Minikreisverkehr an der Hohenwarter Straße hat seit seinem Bau mehrfach für Kritik gesorgt. Viele Autofahrer halten sich hier nicht an die Verkehrsregeln und überfahren den Kreisverkehr ungebremst geradeaus, was auch bereits zu zwei Unfällen geführt hat. Die Stadtverwaltung hat daher jetzt nach Möglichkeiten zur Nachbesserung gesucht und ist dabei auf eine Lösung gestoßen, die andernorts bereits erfolgreich eingesetzt wird: Acht auffällige, gelbe oder gelb-schwarze Fahrbahnschwellen werden so in den Kreisel eingebaut, dass die Mittelinsel nicht mehr ungebremst überfahren werden kann. So können Lkw und Busse, für die der Durchmesser des Kreisels zu klein ist, die Mittelinsel auch weiterhin befahren –allerdings nur noch in Schrittgeschwindigkeit. Und die Autofahrer werden dann wohl die Mittelinsel umfahren – und dabei ebenfalls ihr Tempo drosseln.

Das städtische Bauamt hat die Fahrbahnschwellen noch vor Weihnachten bestellt, und sobald sie geliefert werden, sollen sie zu Beginn des neuen Jahres von Mitarbeitern der Stadtwerke eingebaut werden.

Der Minikreisel war im Februar 2018 vom Stadtrat einstimmig beschlossen worden als Teil eines ganzen Bündels von Maßnahmen, um den unnötigen Durchgangsverkehr zu reduzieren und den Verkehr aus den Wohngebieten und der Innenstadt möglichst auf die Umgehungsstraße zu verlagern. Weitere Maßnahmen, die im neuen Jahr folgen, sind an der Hohenwarter Straße z. B. eine Mittelinsel samt Fahrbahnverengung in Höhe der Moschee, eine Vorfahrtsänderung (abknickende Vorfahrt) an der Zufahrt zur Anton-Schranz-Straße sowie die Installierung von zwei Fußgängerampeln. Außerdem wird z.B. ein Minikreisverkehr an der evangelischen Kirche gebaut und an der Radlhöfe-Kreuzung wird die Steuerung der Ampelanlage zugunsten der Umgehungsstraße verändert.

Der Bau des Minikreisverkehrs an der Hohenwarter Straße war die erste dieser Maßnahmen, die den Verkehr von innen nach außen verlagern sollen: von den radialen Zufahrtstraßen auf die Anton-Schranz- und die Schrobenhausener Straße. Die Verkehrsbelastung in Pfaffenhofen hat nämlich in den letzten Jahren stark zugenommen. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet die Stadt Pfaffenhofen seit mehreren Jahren proaktiv an einem Verkehrsentwicklungsplan, der parallel zum neuen Flächennutzungsplan entsteht. Mehrere Fachplaner, aber auch viele Bürger haben daran bereits mitgewirkt. In dem so erarbeiteten Maßnahmenpaket spielt auch der Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur eine große Rolle. Außerdem soll das kostenlose Stadtbus-Angebot mehr Pfaffenhofener zum Umstieg auf den ÖPNV motivieren.
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