Reihenweise Bebauungspläne behandelt

Der bereits errichtete „Übergangs-Kindergarten“ (rot markiert) soll mit der Änderung des Bebauungsplans „Ziegelstadel“ dauerhaft legitimiert werden.
Eine ganze Reihe von Bebauungsplänen hatte der Pfaffenhofener Planungs-, Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am 4. Juli auf der Tagesordnung. Da ging es um Stellungnahmen zu Bebauungsplänen benachbarter Gemeinden – auf die der Bauausschuss verzichtete, da städtische Belange nicht betroffen sind –, außerdem um die Änderung bestehender Bebauungspläne sowie die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes, die jetzt zum Abschluss gebracht werden konnte.

„Sondergebiet gewerbliches Boardinghouse“ lautet der Titel des Bebauungsplanes Nr. 143, den der Bauausschuss jetzt als Satzung beschloss. Es geht dabei um das Grundstück mit dem ehemaligen e.on-Zählerwerk an der Ingolstädter Straße. Mit dem Bebauungsplan werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung eines gewerblichen Boardinghouses geschaffen, und zwar unter Berücksichtigung der Vorbelastungen durch Gewerbe-, Verkehrs-, Sport- und Freizeitlärm. Vor allem sollen Beeinträchtigungen für die vorhandenen Nutzungen – und hier insbesondere für die benachbarten Sport- und Freizeitanlagen sowie den Volksfestplatz – ausgeschlossen werden.

Der neue Eigentümer des ehemaligen Zählerwerks plant eine Umwandlung des bestehenden, seit langem leerstehenden Gebäudes in ein Boardinghouse mit 80 Zimmern und 139 Betten sowie Aufenthalts-, Frühstücks- und Fitnessräumen. Als Gäste werden vorwiegend Arbeitnehmer erwartet, die projekteweise in der näheren Umgebung arbeiten. Außerdem werden Teilflächen exklusiv an die Berufsschule vermietet zur Unterbringung von Schülern und Aufsichtspersonen. Geändert wurde auch der Bebauungsplan „Obere Wiesen“, um hier das Baurecht zu erhöhen und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, und zwar „unter Berücksichtigung des ortskernartigen Charakters der Häuserzeile entlang der Niederscheyerer Straße“.

Daneben leitete der Ausschuss auch einige Änderungsverfahren bestehender Bebauungspläne neu ein: Bei der Änderung des Bebauungsplans „Sondergebiet Schul-, Sport- und Freizeitnutzungen an der Grund- und Mittelschule“ geht es um zusätzliche Freiflächen für das Hallenbad und den Nachweis von Stellplätzen. Im „Sondergebiet Hotel Siebenecken“ sollen zusätzliche Stellflächen entstehen, die teilweise mit Ladestationen für Elektroautos ausgerüstet werden.

Die Änderung des Bebauungsplans „Ziegelstadel“ wurde vom Landratsamt gefordert, weil das Gelände an der Saazer Straße, beim Amt für Landwirtschaft, seit längerem als Ausweichquartier für Kindertagesstätten genutzt wird. Zunächst war hier nur die Unterbringung der Kinder der Kita St. Andreas geplant, bis deren Neubau fertiggestellt wurde. Jetzt sind hier aber die Niederscheyerer Kindergartenkinder einquartiert, bis die Sanierungsmaßnahmen in Maria Rast abgeschlossen sind. Und anschließend ziehen die Kindergartenkinder von St. Michael in das Übergangsquartier, weil der Pfarrkindergarten an der Moosburger Straße abgerissen und neu gebaut wird.
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