U14 des EC Pfaffenhofen wird internationaler Champion in Holland

  Tilburg (Niederlande): Ijssportcentrum Tilburg |

Nach dem Gewinn der Bayerischen Meisterschaft der Landesligisten und dem Aufstieg in die Bayernliga setzte die U14 des EC Pfaffenhofen ihre in der Vereinsgeschichte einmalige Erfolgsserie fort. Am Wochenende nahm die Mannschaft von Gregor Tomasik am internationalen „Youth U14 Tournament“ in Tilburg (Holland) teil und kehrte Montag früh müde über überglücklich mit dem Turniersieg heim.

Wiederum spielten die drei ECP-Reihen plus zwei Goalies ein herausragendes Turnier und setzten sich verdient gegen die sieben Teams aus Deutschland, Holland, Belgien und England durch.
Gespielt wurden in dem sehr eng getakteten und vom Gastgeber Tiburg Trappers ausgezeichnet organisierten Turnier jeweils zwei Halbzeiten á 10 Minuten jeder gegen jeden um den Einzug ins Finale mit 3 Dritteln á 15 Minuten. Die Pfaffenhofener starteten am Samstagmorgen gegen die holländische Mannschaft Dorchdrecht Lions mit einem 2:2 Unentschieden ins Turnier. In der zweiten Begegnung gegen das belgische Team Coldplay Sharks setzte die U14 dann ein erstes Ausrufezeichen und sammelte mit ihrem 4:1 Sieg drei wichtige Punkte. Weiter ging‘s gegen das UK-Auswahlteam Midland Conference und einem knappen 1:0 Sieg, gegen die Leuven Chiefs drehten die konzentriert und mit höchstem Einsatz spielenden ECP-Knaben dann richtig auf: achtmal ging die Scheibe ins Netz der Belgier, die dem Sturm der Pfaffenhofener wenig entgegenzusetzen hatten. Das 8:2 bedeutete weitere wichtige Punkte für den ECP im Kampf um den Finaleinzug und war gleichzeitig der bis dato höchste herausgespielte Sieg des Turniers. Im Abendspiel mussten die Pfaffenhofener dann gegen die starken und hochgewachsenen Gastgeber aufs Eis, aber auch die fanden kein Rezept gegen den torhungrigen bayerischen Landesligameister und mussten sich mit 0:3 geschlagen geben. Damit stand schon am Ende des kräftezehrenden ersten Turniertages der erste Finalteilnehmer fest: Pfaffenhofen! Trotz müder Beine und wenig Schlaf folgte am frühen Sonntagmorgen der Sieg gegen Bad Nauheim, als einziger weiterer deutscher Teilnehmer in Tilburg dabei (4:2), dabei drehten die Pfaffenhofener einen Rückstand noch in allerletzter Minute. Aber auch die einzige Niederlage dies Turniers, gegen die klug aufspielenden Sutton Sting aus England (1:4) musste verschmerzt werden. Für einigen Nervenkitzel und einen weiteren, womöglich sehr wichtigen Motivationsschub sorgte dann allerdings, dass ausgerechnet Sutton Sting, der Pfaffenhofen-Bezwinger, der Finalgegner sein würde. Nach aufrüttelnden Kabinenansprachen des Trainers und eines Spielers gingen die 15 Jungs und zwei Mädchen aus Pfaffenhofen dann mit der richtigen Einstellung und hochmotiviert aufs Eis. Und genauso spielten sie auch: offensiv, läuferisch und technisch überlegen, hoch verteidigend, kurz, man ließ den „Stings“ keinen Stich. Nach etlichen vergebenen Torchancen am Anfang bezwangen die Pfaffenhofener die starke britische Torhüterin ein ums andere Mal und steigerten sich im Laufe des Spiels, am Ende hieß es gar 8:0 für den ECP und mit der Schlusssirene kannte der Jubel keine Grenzen. Auch die fairen Trappers aus Tilburg stürmten aufs Eis, um mit ihrem Freunden aus dem 720 Kilometer Pfaffenhofen den Turniersieg zu feiern. Bevor die Mannschaft bei der Abschlusszeremonie den Siegespokal und den Pott (Tilburger Wanderpokal) entgegennehmen durfte, wurde ECP-Stürmer Moritz Neureuther noch als bester „Forward“ des Turniers geehrt. Nur kurz wurde dann von allen, ganz in Champions-League-Manier, der Pott geherzt und herumgereicht und die Glückwünsche der fairen Mitstreiter entgegengenommen, denn die lange Heimfahrt stand ja noch an, aber verglichen mit der körperlich wie geistig anstrengenden Leistung des kompletten Teams, war die 6-stündige Rückfahrt natürlich fast ein Klacks. Denn wie Betreuer Stefan Pfab überglücklich aber etwas heiser räsonierte: „Es ist echt unglaublich, wir wollten ja ursprünglich nur nicht letzter werden. Dass wir das Turnier hier gewonnen haben, ist eine überragende Leistung der ganzen Mannschaft, die die Spannung komplett über zwei Tage gehalten hat, das war eine große körperliche Herausforderung, da war auch mal der Kopf leer, aber die Kids haben‘s geschafft und darauf können sie sehr stolz sein. Das Turnier war ein tolle Erfahrung für das ganze Team und einen besseren Abschluss für diese fantastische Saison hätten wir uns nicht wünschen können.“

Fotos: Martin Vorstenbosch / Sebastian Leitner / Stefan Pfab
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