Stadtrat beschließt kleinere Lösung: Hallenbad wird ohne große Sauna gebaut

Es bleibt beim wettkampftauglichen Sport- und Familienbad, aber die Sauna wird deutlich verkleinert, sodass man auch auf die Tiefgarage verzichten kann: Der Pfaffenhofener Stadtrat hat in seiner Sitzung am 14. Juni mit großer Mehrheit beschlossen, die Pläne für das neue Hallenbad zurückzuschrauben und eine kostengünstigere Variante weiter zu planen.

Der Grund für die Revidierung der Pläne liegt in den derzeit drastisch steigenden Baupreisen. Angesichts von Baukostensteigerungen um sechs Prozent innerhalb eines Jahres drohten die Kosten des neuen Hallenbades immens zu steigen. Für die „große Lösung“ mit großer Saunalandschaft und Parkdeck, die der Stadtrat im Dezember beschlossen hatte, waren die Gesamtkosten zunächst mit 26 Millionen Euro veranschlagt, mittlerweile wurden sie aber schon auf 32 Millionen Euro geschätzt. Der Stadtrat zog daher jetzt die „Notbremse“ und nahm von dieser großen Lösung mit dem Titel „Integral“ Abstand.

Stattdessen soll nun die sparsamere Planungsvariante „Solo-Plus“ als Sport-Familienbad mit kleiner textilfreier „Stadtsauna“ realisiert werden. Auch mit dieser kleineren Variante „Solo-Plus“ werden alle Wünsche der Bürgerbefragung erfüllt und auch der Kostenrahmen der Bürgerbefragung wird eingehalten. Die Herstellungskosten werden bei einer voraussichtlichen Baupreissteigerung von sechs Prozent mit ca. 20 Millionen Euro veranschlagt. Davon wird die Stadt Pfaffenhofen selbst voraussichtlich 9,3 Millionen tragen müssen.

In der Ausstattung des neuen Hallenbads sind u. a. folgende Elemente vorgesehen: ein wettkampfgeeignetes 25-Meter-Sportbecken mit fünf Bahnen und Sprungbrett, ein kombiniertes Lehr- und Freizeitschwimmbecken mit Breitrutsche, kleinem Strömungskanal und Massagedüsen, ein Eltern-Kind-Bereich mit Kleinkindbecken und ein Ganzjahresaußenbecken. Hinzu kommen ein vom Bad getrennter, textilfreier Saunabereich mit zwei Trockensaunen, Duschen und Ruhebereich, Umkleideanlagen und ein Bistrobereich für Bad und Stadtsauna.

Das Besucherpotential für das Hallenbad mit Sauna wird bei der jetzt beschlossenen Variante mit 130.000 beziffert. Die Eintrittspreise werden mit durchschnittlich sechs Euro kalkuliert. Bei den Betriebs- und Personalkosten wird mit einem jährlichen Defizit von rund 590.000 Euro gerechnet.

Mit der Entscheidung des Stadtrats für die Variante „Solo Plus“ kann jetzt die Vorentwurfsphase fortgeführt werden. Sie soll bis September angeschlossen sein, und im Frühjahr 2019 soll der Erste Spatenstich erfolgen. Die Fertigstellung des Hallenbades soll möglichst noch Ende 2020, spätestens aber im ersten Quartal 2021 erfolgen.
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