Hallenbad-Planung macht Fortschritte - Parkdeck soll vorerst nicht gebaut werden

So soll eines der Becken im neuen Hallenbad ausschauen.
  Die Planung des neuen Pfaffenhofener Hallenbads macht Fortschritte. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 11. Oktober die Entwurfsplanung einstimmig genehmigt, sodass jetzt die Ausführungsplanung und die Ausschreibungen in Angriff genommen werden können. Mit Kostenbeteiligung des Landkreis soll ein wettkampftaugliches Sport- und Familienbad in der Variante „Solo-Plus“ samt kleiner textilfreier „Stadtsauna“ mit Brutto-Projektkosten von rund 21,9 Millionen Euro errichtet werden. Vorerst zurückgestellt wird die Planung des bisher vorgesehenen Parkdecks, da zunächst die Besucherentwicklung des neuen Hallenbads im ersten Betriebsjahr abgewartet werden soll. Der Baubeginn fürs neue Hallenbad ist fürs Frühjahr 2019 anvisiert, zwei Jahre später soll es in Betrieb gehen.

Die Fachbüros stellten in der Sitzung die Entwurfsplanung vor. Das Raumprogramm sieht u. a. folgende Ausstattung vor: ein wettkampfgeeignetes 25-Meter-Sportbecken mit fünf Bahnen und zwei Sprungbrettern (einen Meter und drei Meter hoch), ein kombiniertes Lehr- und Freizeitschwimmbecken mit Breitrutsche, kleinem Strömungskanal und Massagedüsen, einen Eltern-Kind-Bereich mit Kleinkindbecken und ein Ganzjahresaußenbecken. Hinzu kommen ein vom Bad getrennter, textilfreier Saunabereich mit zwei Trockensaunen (einmal Nieder-, einmal Hochtemperatur), Erlebnisduschen und Ruhebereich, Umkleideanlagen und ein Bistrobereich für Bad und Sauna. Ebenfalls eingeplant werden die notwendigen Neben-, Lager- und Technikräume.

Die Gesamtherstellungskosten werden mit rund 21,9 Millionen Euro veranschlagt. Rechnet man eine mögliche Preissteigerung von ca. sechs Prozent mit ein, könnten sich die Kosten auf bis zu 23,2 Mio. Euro erhöhen. Davon wird die Stadt Pfaffenhofen selbst voraussichtlich 11,7 Millionen tragen müssen, sodass der vorgesehene Kostenrahmen von maximal 15 Mio. Euro auf jeden Fall eingehalten wird.

Das Besucherpotential für das Hallenbad mit Sauna wird mit 130.000 beziffert (davon rund 30.000 aus Schulen und Vereinen). Die Eintrittspreise werden mit durchschnittlich sechs Euro kalkuliert. Bei den Betriebs- und Personalkosten wird mit einem jährlichen Defizit von rund 585.000 Euro gerechnet.

Parken am Hallenbad
Für das Hallenbad sind gemäß Stellplatzsatzung 40 Stellplätze erforderlich. Außerdem werden auf dem fürs Hallenbad vorgesehenen Grundstück – dem Gelände der bisherigen Theresia-Gerhardinger-Schule – 83 Stellplätze für die Grund- und Mittelschule sowie die Dreifachturnhalle gebraucht, sodass hier insgesamt 123 Stellplätze errichtet werden müssen.

Mit der aktuellen Entwurfsplanung sind diese 123 erforderlichen Plätze als oberirdische Stellplätze auf dem Grundstück nachgewiesen. Die geplanten Herstellungskosten dafür werden auf rund 633.000 Euro veranschlagt. Die Planung und Errichtung eines Parkdecks, das mit rund 2,8 Mio. Euro zu Buche schlagen würde, wird vorerst auf Eis gelegt. Es soll zunächst die Besucherentwicklung des Hallenbads im ersten Betriebsjahr abgewartet werden. Realisiert werden könnte der Bau auf Grund von baulogistischen Abläufen ohnehin erst nach vollständiger Fertigstellung des Hallenbads.
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