Auf dem ersten Sonnenstrahl...

Die Winde im Sonnenaufgang
Auhöfe: Flugplatz Hallertau | Eigentlich schade. Wir hätten uns gerne für letztes Jahr revanchiert. Damals wurden wir nur
zweiter Sieger.
Zur Erklärung. Die Idee, ein Sonnwendfliegen abzuhalten, entstand spontan letztes Jahr
schon. Da ließen wir uns vom Ohlstädter Verein anfixen, ein von Sonnenaufgang bis
Sonnenuntergang Fliegen abzuhalten mit dem Wettbewerb, wer seinen Flieger als erstes in
die Luft bekommt. Damals unterlagen wir jedoch um einige Minuten. Dieses Jahr hätten wir
sie geschlagen. Doch leider zog es die Konkurrenz vor, um eine so unheilige Zeit noch im Bett
zu liegen.
Aber wir ließen uns nicht unterkriegen. Ein harter Kern von gerade mal 5 Leuten, die das
Frühaufstehen im Blut haben - Arbeiter und Angestellte, und vor allem Schüler und Studenten
(!!!) - versammelten sich um vier Uhr in der Früh am Flugplatz, um die Hähne der umliegenden
Höfe aufzuwecken!
Und wir hätten sie geschlagen! Um dreiviertel Fünf stand die ASK schon abflugbereit am Start,
wartend auf den offiziellen Sonnenaufgang um 5:11 Uhr. Pünktlich zum ersten Sonnenstrahl
hieß es also Seil straff!
Und so konnte Melchior schon die aufgehende Sonne genießen, während die Bodencrew noch
in der feuchtkalten Luft darauf warten mußte, bis sie endlich über die Baumspitzen kroch.
Nun, leider hieß es zur Sommersonnenwende nicht automatisch, daß auch an diesem Tag
sommerliche Temperaturen herrschten. So konnte ich aber einem vor Kälte schlotternden
Flugschüler, dessen Kleidungsstil zwar dem kalendarischen, aber nicht dem derzeit
wetterbedingtem Sommer angepaßt war, mit einer Decke vor dem sicheren Erfrierungstod
bewahren.
So ein Durchhaltevermögen sollte auch belohnt werden. Und so stand um kurz nach acht Uhr
Uwe mit einer Kanne heißem Kaffee und zwei Tüten dampfenden Leberkässemmeln am
Startwagen. Trotz dieser willkommenen Unterbrechung brachten wir es fertig, um kurz nach 9
die erste Startliste voll zu bekommen.
Am späteren Vormittag keimte Hoffnung auf, aufgrund der mehr und mehr entstehenden
Wolken flächendeckend Thermik zu bekommen. Doch leider machte die vorherrschend
westliche Kaltluftströmung diese Hoffnung zunichte. Lediglich Edgar hatte dann nachmittags
die fünf glücklichen Minuten, in ausreichende Höhe zu kommen, um von der Wolkenthermik
zu profitieren, was ihm einen Flug von mehr als 2 Stunden bescherte.
Leider zog der Himmel an diesem Tag mehr und mehr zu und unser Vorhaben, nach gut 16
Stunden später auch auf dem letzten Sonnenstrahl zu landen, wurde mit aufkommenden
Regen gegen 19 Uhr leider auch wieder beendet.
Aber nächstes Jahr gibt’s auch wieder eine Sonnenwende, und hoffentlich auch mit mehr
Piloten und Schülern, besserem Wetter, wieder ein kerniges Frühstück und hoffentlich auch
mehr Kampfgeist aus Ohlstadt. Merkt euch schon mal den 22. Juni 2019 vor!
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