Weltwassertag: THW sichert Trinkwasserversorgung

Pfaffenhofen an der Ilm: Technisches Hilfswerk (THW) | „Nach Katastrophen wie schweren Stürmen, Erdbeben oder Hochwasser ist meistens auch die Trinkwasserversorgung beeinträchtigt. Das Technische Hilfswerk (THW) trägt dazu bei, dass Betroffene möglichst schnell wieder sauberes Wasser bekommen“, sagt THW-Präsident Albrecht Broemme anlässlich des heutigen Weltwassertages.

Die Vereinten Nationen (VN) riefen 1993 den 22. März zum Tag des Wassers aus, um darauf hinzuweisen, wie wichtig die Ressource für Mensch und Natur ist. Ohne sauberes Wasser können Menschen nicht leben. Daher hat sich das THW als ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes unter anderem auf diesen Bereich spezialisiert: „Das THW hat 13 Fachgruppen Trinkwasserversorgung in Deutschland und die Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) mit mehr als 200 Einsatzkräften. Diese Einheiten bestehen aus ehrenamtlichen Fachleuten was die Aufbereitung, Kontrolle und Verteilung von Wasser betrifft“, erklärt Broemme. Auch aus dem Ortsverband Pfaffenhofen gehören Helferinnen und Helfer diesen Einheiten an.

Nicht nur in Ländern mit knapper Wasserversorgung, sondern auch in Deutschland kann es an sauberem Wasser mangeln: Nachdem im Juni 2016 Sturzfluten im bayrischen Simbach am Inn das Versorgungsnetz beschädigt hatten, bereiteten THW-Kräfte 5,5 Millionen Liter Wasser auf. Stündlich speisten sie aus mobilen Ultrafiltrationsanlagen 30.000 Liter Trinkwasser in die Hochbehälter der Stadt ein, begleitet von Qualitätstests in THW-eigenen Laboren.

Bei Katastrophenfällen im Ausland übernehmen die Helferinnen und Helfer der SEEWA solche Aufgaben. Sie sind mit ihrer Ausstattung bereits zwölf Stunden nach Alarmierung abflugbereit und können 24 Stunden nach Beginn ihrer Arbeit aufbereitetes und geprüftes Trinkwasser ausgeben.

Das THW ist darüber hinaus Partner des deutschen WASH-Netzwerks, einem Zusammenschluss von 20 Nichtregierungsorganisationen (NGO) und weiteren Unterstützern im Sektor Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH). Das Netzwerk will Not- und Übergangshilfe sowie Entwicklungszusammenarbeit besser verzahnen. Es baut einen kontinuierlichen Wissensaustausch auf und steht für eine enge gemeinsame Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem ist das THW Mitglied des Global WASH Clusters der VN und nimmt vom 10. bis 11. April am Treffen des Clusters in Berlin teil, welches mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes vom deutschen WASH-Netzwerk ausgerichtet wird.

Fotos: Michael Matthes
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