Silvester: Gefühlter Weltuntergang für Haustiere

Wenn's kracht, verkriecht Lisa sich mit ängstlichen Augen lieber ins Körbchen
 (Foto ©: Ehrenreich)

Spätestens um Mitternacht beginnt an Silvester blitzend und krachend der Spaß für viele Menschen – gleichzeitig aber auch der große Stress für viele Haustiere.

Tiere haben meist ein sehr viel besseres Gehör als Menschen. Entsprechend sensibel reagieren sie auf den Lärm, der ausbricht, zusätzlich verschlimmert von den vielen bunten Lichtblitzen am Himmel. Der Tierschutzverein Pfaffenhofen gibt Tipps, wie man Stress für die Vierbeiner vielleicht nicht ganz verhindern, aber immerhin schmälern kann.

■ Falls Kater Minz und Kätzin Maunz Freigang genießen, sollten diese an Silvester spätestens mittags ins Haus geholt werden. Ab dann bleibt die Katzenpforte geschlossen, mindestens bis Neujahr nachmittags. Denn es gibt bei den Böllerschützen Frühaufsteher ebenso wie Spätzünder.

■ Ähnliche Vorsicht gilt für Hunde. Auch sie sollten an beiden Tagen, Silvester und Neujahr, ausschließlich an der Leine gehen, damit sie nicht durchbrennen, wenn die Raketen brennen.

■ Katzen lassen sich häufig mit Spielzeug und Leckereien ablenken, Hunde natürlich mit Futter.

■ Auch Kaninchen und andere Kleintiere wollen rechtzeitig ins Haus geholt werden, bevor eine Silvesterrakete wie eine Bombe in ihr gemütliches Außengehege einschlägt.

■ Bevor das Inferno um Mitternacht losbricht, die Jalousien schließen oder die Vorhänge zuziehen. Das dämpft den Lärm und blockiert die Sicht auf die bunten, ungewohnten Blitze am Himmel.

■ Falls doch einmal ein Tierchen panisch wird und ausbüxt, freuen sich Besitzer, die ihre Haustiere gechipt und registriert haben: Dann sind die Ausreißer meist nach kurzer Zeit wieder daheim.

■ Trösten oder bemitleiden Sie ihr Tier nicht, gerade dann kann es misstrauisch und ängstlich werden. Verhalten Sie sich wie immer. Wenn Sie ruhig bleiben, suggeriert das: alles ist in bester Ordnung!

Der Deutsche Tierschutzbund bestätigt diese Tipps des Tierschutzvereins Pfaffenhofen: „Meist reicht es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen als souveräner ‚Rudelführer‘ durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche Tagesroutine eingehalten wird.“

Mehr Beratung zu den lärmenden Tagen Silvester und an Neujahrstag gibt es beim Tierschutzverein Pfaffenhofen, www.tierherberge-paf.de

Autor:

Tierschutzverein Pfaffenhofen und Umgebung e.V. aus Pfaffenhofen

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