Probewohnen bei den Tierheimers

Test-Hündin Mia: „Da wackelt und rüttelt nix mehr!“
Mia ist so etwas wie der Haus- und Hofhund in der Tierherberge. Heute ist sie Testhund und soll die nagelneuen Hundezäune auf Stabilität und Ausbruchssicherheit prüfen. Gleichzeitig wird sie beim ersten Probewohnen die Gemütlichkeit der Einrichtung beurteilen – aus der Hundeperspektive.

Nötig waren stabilere Zäune seit Jahren. Sandra Lob, die Tierheimleiterin, hat kürzlich das Hunde-Außengelände neu geplant. Nach vier Wochen Bauzeit sind die Gehege nun sinnvoll aufgeteilt, besser begehbar, deutlich sicherer. Bald wird das Gelände auch auf der Rückseite zugänglich sein. Aus Sicherheitsgründen bisher nicht möglich.

Mia testet gewissenhaft. Den neuen Zaun, zwei Meter hoch, überwindet sie nicht. Allerdings ist der auch viereinhalb Mal höher als sie selbst. Mias besondere Aufmerksamkeit gilt jetzt der Stabilität der Hütten. Insbesondere die Dachkonstruktion sei bei Hundehütten oftmals ein Schwachpunkt. Vorsichtig tastet sie sich vom Giebel zu den Seiten vor. Bombenfest!

Inneneinrichtung? Eine Kuscheldecke, prima. Notausgang? Ja, zusätzlich zur Tür befindet sich ein Fenster in der Wand. Perfekt zur tierischen Selbstrettung in Notfällen.

Die Zäune sehen allerdings etwas martialisch aus – noch! „Das ändert sich bald“, verspricht Sandra Lob. „Die Zäune werden wir mit schnellwachsenden Sträuchern und Stauden bepflanzen. Wir hoffen auf Spender, die uns größere Stauden oder Bäume überlassen. Diese sorgen für Schatten und halten Lärm ab; die Früchte von Obstbäumen (kein Steinobst) nutzen wir zugleich als Futter für unsere Kleintiere.

Mia ist zufrieden, aber erschöpft. Nicht, dass der Test sie überanstrengt hätte. Aber die Käsestückchen als Motivationshilfe liegen ihr nun doch arg im Magen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.