Klimaschutzpreis der Stadt Pfaffenhofen für die Firma HiPP und die Kleiderkammer

Links im Bild das Team der Kleiderkammer Pfaffenhofen mit der Vorsitzenden Stephanie-Christiane Buck (4. v. links). Weiter rechts Johannes Doms (4. v. rechts) von der Firma Hipp, der Klimaschutz-Referent des Stadtrats Andreas Herschmann, Bürgermeister Thomas Herker und die städtische Klimaschutzmanagerin Kathrin Merkert.
 
Urkunden gab es für die ersten Mitglieder der Klimaschutzallianz.
Klimaschutztag bot buntes Programm und viel Wissenswertes

Die Firma HiPP und die Kleiderkammer sind die ersten Träger des Klimaschutzpreises der Stadt Pfaffenhofen. Die Preisverleihung fand am Samstagabend, 17. Oktober, zum Abschluss des Pfaffenhofener Klimaschutztages 2015 im Festsaal des Rathauses statt. An diesem Abend wurde auch die Klimaschutzallianz Pfaffenhofen gegründet, der bereits 40 Bürger und Vereine angehören. Außerdem erhielten die aktivsten Radfahrer, die im Sommer an der Aktion Stadtradeln teilgenommen hatten, ihre Urkunden.

Der Klimaschutztag fand im Rahmen der Energie-für-Alle-Woche statt, bei der der Energie- und Solarverein Pfaffenhofen vom 11. bis 18. Oktober jede Menge Information und Unterhaltung im Stockerhof bot. Auch der Klimaschutztag am Samstag hatte mit mehreren Infoständen auf dem Hauptplatz und verblüffenden Vorführungen viel Interessantes zu bieten. Besonders sehenswert waren dabei neben der amüsanten Bühnenshow von TV-Star Jean Pütz auch die Experimente des „Physikanten“ Engelbert Kobelun.

Für den Klimaschutzpreis, den die Stadt Pfaffenhofen erstmals vergab, hatten sich 16 Firmen, Vereine und Privatpersonen beworben. Die Bandbreite war enorm und so war die Auswahl nicht leicht gefallen, denn eigentlich hatte jeder eine Auszeichnung verdient. Da wurde deutlich, dass Klimaschutz nicht nur eine Sache der Politik, der Kommunen und der großen Firmen ist, sondern dass jeder Einzelne gefragt ist und die verschiedensten Möglichkeiten hat, seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

So rief Bürgermeister Herker auch alle Bürgerinnen und Bürger auf, bei der Klimaschutzallianz mitzumachen, damit Pfaffenhofen sein Ziel erreicht und den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 halbieren kann. „Das ist ein sportliches Ziel, aber wir haben eine gute Ausgangsbasis. Dabei kann die Stadt Einiges selbst erreichen, aber ohne die Bürger und die Wirtschaft haben wir keine Chance!“ Und Thomas Herker ergänzte: „Auch kleine Schritte reichen – das Bewusstsein ist wichtig!“

Nachhaltigkeit gewinnt!
Ein Paradebeispiel für ein erfolgreiches Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten den Anspruch an sich stellt, nachhaltig und umweltbewusst zu wirtschaften, ist die Firma HiPP. Sie erhielt denn auch den Jurypreis der Stadt, während der Publikumspreis an die Kleiderkammer ging. Johannes Doms, Agraringenieur und Mitglied der Geschäftsleitung der Firma HiPP, erläuterte die HiPP’sche Unternehmensphilosophie, die schon mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen honoriert worden ist. „Wirtschaft ist für den Menschen da – nicht umgekehrt“, betonte Doms und fügte hinzu: „Nachhaltiges Wirtschaften ist keine grüne Spinnerei, sondern eine Notwendigkeit.“

Den Verein Kleiderkammer Pfaffenhofen e. V. gibt es erst seit einigen Monaten, und umso mehr freuten sich die Vorsitzende Stephanie-Christiane Buck und ihr Team über den Publikumspreis. Die Weitergabe gebrauchter Kleidung an bedürftige Personen hat sich der Verein zum Ziel gesetzt und er hilft damit zum einen den sozial Schwachen und spart zum anderen Ressourcen und Rohstoffe.

Erfolgreichste Stadtradler geehrt
320 Radfahrer(innen) haben sich im Sommer an der Aktion Stadtradeln in Pfaffenhofen beteiligt. Innerhalb von drei Wochen haben sie insgesamt 95.903 Kilometer geradelt und dadurch 13.810 kg CO2 vermieden. Die Städtische Klimaschutzmanagerin Kathrin Merkert überreichte den erfolgreichsten Teilnehmern ihre Urkunden. Aktivster Einzelradler mit 1.522 km war Martin Rohrmann, der zusammen mit Markus Käser und Gerald Baumann als „Radlstar“ im Aktionszeitraum komplett aufs Fahrrad umgestiegen war. Das Team mit den meisten Kilometern waren die 42 „Uim Doi Roasa“ mit insgesamt 25.856 Kilometern. Und als Team mit den meisten Kilometern pro Teilnehmer, nämlich 971 km pro Person, wurden die drei Radler von „LeiStBar“ ausgezeichnet.


Die Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm erhält für das Vorhaben „03KS5899 Klimaschutzmanagement zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes“ über einen Zeitraum von 40 Monaten Fördermittel des Bundesumweltministeriums. Die bürokratische Abwicklung des Fördervorhabens erfolgt dabei in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Jülich – nähere Informationen unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.
Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.