Karpaltunnelsyndrom

Eine Modediagnose?

Das Karpaltunnelsyndrom scheint zur Modediagnose bei unklaren Beschwerden der Hand und des Handgelenkbereichs geworden zu sein. Taubheitsgefühl, Kribbeln, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Hand werden damit in Verbindung gebracht und es wird - vielleicht auch aus finanziellen Gründen - auf eine rasche Operation gedrängt. Dabei wird meiner Ansicht nach viel zu oft unnötig zum Messer gegriffen und der Karpaltunnel chirurgisch durchtrennt. Die Folge davon ist eine Destabilisierung der Hand und eine meist schlecht heilende, verwachsene Operationsnarbe. Die Probleme sind damit häufig nicht gelöst.

In vielen Fällen ist der Nervus Medianus, der durch den Karpaltunnel verläuft, an anderer Stelle durch ein Ungleichgewicht der Muskelspannung gereizt. Hier kann nur eine gründliche Untersuchung des gesamten Verlaufes des Nervs Klarheit bringen. Solche Reizungen können behoben werden. Und falls tatsächlich eine Verengung des Karpaltunnels die Ursache für die Beschwerden ist, kann das verhärtete Gewebe wieder geschmeidig gemacht werden, ohne dass dafür gleich die Handwurzel aufgeschnitten werden muss.

Bei einer Untersuchung wird die Ursache der Beschwerden geklärt.
Einer gezielten Therapie steht dann nichts mehr im Wege.

Raul Freyler, Heilpraktiker
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