Iliosakralgelenk - Das Fundament der Wirbelsäule

Bei Rückenbeschwerden befindet sich das Schmerzzentrum in der Mehrzahl der Fälle im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Iliosakralgelenks (ISG). Dieses kaum bewegliche Gelenk ist die Verbindung zwischen der Wirbelsäule und der Hüfte und im Alltag sehr starken Kräften ausgesetzt.

Beim normalen Gehen entwickelt sich durch Hebelwirkungen auf die Gelenkflächen ein Druck von bis zu 300kg/cm2. Bei Sprüngen, Stürzen oder bei unbeabsichtigten Bewegungen, wie zum Beispiel das „ins Leere Treten“ am Ende einer Treppe, erhöht sich der Druck um ein Vielfaches dieses Wertes.

Diese Belastung kann eine Verschiebung und eine Blockade des ISG auslösen. Das führt zu einer schmerzhaften Veränderung der gesamten Statik des Körpers, angefangen vom Beinlängenunterschied bis hin zu Problemen an der Halswirbelsäule.

Die schulmedizinische Therapie besteht allzu oft nur in einer Behandlung mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern sowie einer „Zementierung“ der Fehlstellung mit orthopädischen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Schuheinlagen. Damit wird das verkeilte Gelenk in seiner Fehlstellung fixiert und die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nehmen oft weiter zu.

Mit osteopathischen Techniken lässt sich eine Fehlstellung des ISG erkennen und in eine gesunde Normalstellung zurückführen. Gleichzeitig werden die durch die Fehlstellung entstandenen Muskelverspannungen gelöst. Der Körper kann sich damit in wieder gefundener Balance ausgleichen und aufrichten.

Raul Freyler, Heilpraktiker
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.