Fröhliche Eröffnungsfeier in der Kita Ecolino

  Die städtische Kindertagesstätte Ecolino in Weihern feierte am Samstag, 5. Juli, Eröffnung. Vor einem halben Jahr sind die ersten Kinder in den Vorzeige-Neubau im Ecoquartier eingezogen und fühlen sich hier bereits sehr wohl. Mittlerweile sind auch die schönen Außenanlagen fertiggestellt, so dass jetzt mit einem bunten Sommerfest die Inbetriebnahme ganz offiziell gefeiert werden konnte. Da waren natürlich Kinder, Eltern und Erzieherinnen, Planer und Architekten, Bürgermeister, Stadträte und Verwaltung mit dabei.

Die Krippen- und Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen spielten und sangen für ihre Gäste, unter denen Bürgermeister Thomas Herker vor allem die Familie Hirschberger willkommen hieß, ohne die es das Ecoquartier und die Kita Ecolino nicht geben würde.

Die Stadt Pfaffenhofen, so betonte der Bürgermeister, hat die Kinderbetreuung in den letzten Jahren stark ausgebaut. So wurden seit 2008 über zehn Millionen Euro für die Schaffung von Krippen- und Kindergartenplätzen investiert und jedes Jahr lässt sich die Stadt den laufenden Betrieb der Kitas runde drei Millionen Euro kosten.

Der Neubau der Kita Ecolino, so führte Thomas Herker weiter aus, hat rund 2,7 Millionen Euro gekostet, wovon die Stadt 1,5 Millionen bezahlte und 1,2 Millionen Fördergelder erhielt. Die streng ökologische Bauweise und zugleich sehr ansprechende Gestaltung der Kita war bereits durch die Verleihung des Fritz-Bender-Preises 2013 gewürdigt worden und war auch Anlass für die Aufnahme in die „Architektouren“ 2014.

Die Kindertagesstätte Ecolino hat in zweifacher Hinsicht Modellfunktion in Pfaffenhofen und Umgebung, und zwar zum einen durch die ökologische Bauweise und zum zweiten durch die konsequente Umsetzung eines Inklusionskonzeptes. „Jeder darf hier so sein, wie er ist“, erklärte Helga Klöckner und ergänzte, dass Barrierefreiheit in der Kita Ecolino nicht nur im Gebäude verwirklicht worden sei: „Barrierefreiheit gilt bei uns nicht nur im Äußeren, sondern auch im Kopf.“

„Wir wollen Unterschiedlichkeit akzeptieren“, fügte Kathrin Maier, die Leiterin des Sachgebietes Familie und Soziales der Stadtverwaltung, hinzu. So würden Toleranz und Chancengleichheit in der Inklusions-Kita großgeschrieben, denn „jeder ist anders und möchte Teil des Ganzen sein“.

Ihr besonderer Dank galt der Architektin Rita Obereisenbuchner und ihrem Mitarbeiter Florian Schöllhorn für „den Mut neue Wege zu gehen“. Die Architektin ihrerseits bedankte sich beim Stadtrat für „diesen ganz besonderen Auftrag“ und bei den am Bau beteiligten Firmen für „beste Handwerkerkunst“. Als Geschenk hatte sie einen 500-Euro-Gutschein für weitere handwerkliche Leistungen – z.B. für den Bau eines Hasenstalles – mitgebracht. Ein originelles Geschenk hatte auch Landschaftsarchitekt Heinz Kindhammer dabei, der einen Satz ecolino-Fußball-Trikots für die Kinder und ein Schiedsrichtertrikot in Erwachsenengröße überreichte. Zum Abschluss der Feier ließen die Gäste Luftballons mit guten Wünschen in den Himmel steigen, nachdem Kindergartenleiterin Helga Klöckner und ihr Team einen Holunderstrauch gepflanzt hatten.

Zuvor segneten die evangelische Pfarrerin Christiane Murner, der Leiter der Neuapostolischen Kirche, Dr. Volker Stagge, und die Vertreter der türkisch-islamischen Gemeinde, Recep Bal und Imam Mustafa Aktepe, die Kita und alle „Bewohner“. Der katholische Stadtpfarrer Frank Faulhaber konnte aus gesundheitlichen Gründen an der Segnung nicht teilnehmen.
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