Chips statt Kekse! – Der Tierschutzverein Pfaffenhofen verlost vor Weihnachten 12 Erkennungs-Chips für Haustiere

Hombre und Roberto haben beide einen Chip unter Haut. Für Freigänger wie diese beiden ist eine Kennzeichnung besonders wichtig (Foto: Paul Ehrenreich)
 
Ein kurzes Pieksen – schon ist die Sache erledigt (Foto: Paul Ehrenreich)
Pfaffenhofen: Tierherberge |

"Pssst – schon alle Geschenke beieinander? Auch für Miez und Maunz? Kriegt auch das Hunderl etwas?"

Diese Fragen der Pfaffenhofener Tierschützer klingen ungewöhnlich. Dabei sind sie durchaus ernst gemeint. Einen nicht alltäglichen Geschenk-Tipp gibt’s gleich dazu: Es muss kein Leckerli sein, wie sonst. Auch kein warmer Winteranzug für den Husky. Auch für das perlenverzierte Halsband für den Kampfhund in Handtaschengröße gibt es sinnvollere Alternativen.

Wie wäre es stattdessen mit einem Mikro-Chip zum Identifizieren Ihres Tieres, sollte es einmal verloren gehen? Nicht einmal zehn Prozent der Katzen, die gefunden oder verletzt aufgelesen und in die Tierherberge Pfaffenhofen gebracht werden, haben einen Mikro-Chip, berichten Mitarbeiter des Vereins. Und von diesen mageren knapp zehn Prozent, die einen Chip unter der Haut haben, ist rund der Hälfte nirgendwo registriert – also wertlos. Denn:


Chip und Registrierung funktionieren nur gemeinsam


Dabei sei so ein Mikrochip ungemein hilfreich, sollte das eigene Haustier jemals verloren gehen, erläutern die Tierschützer. Ein gechiptes und registriertes Tier döst im Normalfall  innerhalb von 24 Stunden wieder vorm heimischen Ofen. Dagegen dauere die Odyssee von Haustieren ohne diesen unsichtbaren 'Personalausweis' mitunter Wochen, wenn nicht Monate – sollten sie überhaupt wieder auftauchen.

Sandra Lob ist die Leiterin der Tierherberge. Sie unterstützt die Aktion 'Registrier Dein Tier' des Deutschen Tierschutzbundes: "Für den Liebling selbst mag es enttäuschend sein, schließlich kann man diesen Chip nicht essen. Dennoch ist ein angemeldeter (!) Chip ein wirklich toller Liebesbeweis. Denn er nützt im Fall der Fälle gleich doppelt: dem Herrn und seinem Gescherr. Schließlich freuen sich beide, wenn das Tier möglichst schnell wieder daheim ist. Ein perfektes Weihnachtsgeschenk also, das im Fall der Fälle ein ganzes Tierleben lang nützlich ist.“

Ein operativer Eingriff ist nicht notwendig. Denn der etwa reiskorngroße Transponder wird lediglich mit einer Spritze unter die Haut injiziert. Damit er im Notfall schnell gefunden werden kann, ist die Stelle genau vorgeschrieben: an der linken Halsseite. Dafür braucht es keine Operation, nicht einmal eine Narkose. Die kurze Prozedur ist nicht aufwändiger oder schmerzhafter als eine ganz normale Spritze zum Impfen. Den kleinen „Eingriff“, der keiner ist, macht jeder Tierarzt. Auf Wunsch berät der Tierschutzverein Interessenten gerne vorab – kostenlos. Auch das Auslesen des Chips ist berührungslos, und, ebenfalls wichtig: Von einem Chip geht keinerlei Strahlung aus.


12 im Wortsinn „nachhaltige“ Weihnachtsgeschenke zu gewinnen

Um zu betonen, wie wichtig so eine Registrierung ist, hat der Tierschutzverein ganz aktuell ein Gewinnspiel ausgelobt. Zu Weihnachten spendiert er 12 Registrierungs-Chips für Haustiere. Eine fachmännische Injektion ist inklusive, versteht sich. Auf Wunsch wird der Chip auch gleich auf den Halter angemeldet. Der reguläre Preis für einen Chip und das Implantieren beträgt üblicherweise etwa 25 bis 30 Euro.

Zwölfmal geht es mit ein wenig Glück auch gratis. Beantwortet werden muss folgende Frage:

Wo wird ein Tier-Mikrochip unter die Haut des Tieres gesetzt:

  • A an der Pfote des rechten Vorderbeins
  • B an der linken Halsseite 
  • C an der linken Po-Backe

Nennen Sie der Tierherberge den Lösungsbuchstaben A, B oder C.

Entweder per Mail info@tierherberge-paf.de oder am Telefon: 0174 / 790 92 12. 

Wer gewinnen will, sollte sich allerdings sputen. Bereits am Sonntag, 9. Dezember, ist Einsendeschluss. Am Montag danach, also am 10. Dezember, werden die 12 Gewinner gezogen und vom Tierschutzverein Pfaffenhofen benachrichtigt.

Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Und der Rechtsweg? Ist leider ein Holzweg …

Wer nicht zu den Gewinnern gehört, sollte dennoch darüber nachdenken, seinem vierbeinigen Liebling zu Weihnachten einen Chip zu gönnen. Und sich selbst ein gutes Gefühl, sollte sein Tier tatsächlich einmal verschwinden.


(Fotos: Paul Ehrenreich |  Logo: Deutscher Tierschutzbund)
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