Auftakt der Wochen gegen Rassismus

  Zwei Frauen-Veranstaltungen sowie Vortrag und Eröffnung der Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“

Zum Auftakt der Wochen gegen Rassismus in Pfaffenhofen sind alle Interessierten am Dienstag, 12. März um 19 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ im Rathaus eingeladen. Referent des Abends ist der Journalist Thomas Witzgall. Er spricht zum Thema „Die modernisierte extreme Rechte in Bayern“.

Zuvor finden bereits zwei Veranstaltungen speziell für Frauen statt: Einen Vortrag zum Thema „Frauen auf der Flucht“ hält Dr. Kundri Böhmer-Bauer am Montag, 11. März um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes. Und die Caritas lädt am 12. März zum Frauencafé ein, bei dem in gemütlicher Atmosphäre das Thema „Vorurteile und Umgang mit Diskriminierung“ erörtert werden soll. Beginn ist um 9.30 Uhr im Caritas-Zentrum, Ambergerweg 3.

Die Stadt Pfaffenhofen beteiligt sich heuer erstmals an den Wochen gegen Rassismus, die deutschlandweit vom 11. bis 24. März stattfinden. Während dieses Aktionszeitraums ist im ersten Stock des Pfaffenhofener Rathauses eine Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung zu sehen, die am 12. März offiziell eröffnet wird. Die Auftaktveranstaltung findet im Festsaal des Rathauses statt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Herker spricht Thomas Witzgall, der seit Jahren für das Informationsportal „Endstation Rechts. Bayern“ beobachtet und dokumentiert, was sich in der rechten Szene in Bayern und den benachbarten Bundesländern abspielt.

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ gibt auf 17 Tafeln einen Überblick über die Grundlagen unserer Demokratie und informiert über die Erscheinungsformen und die Wirkung von Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Situation in Bayern.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten des Pfaffenhofener Fotografen Sebastian Breitkreutz unter dem Titel „Menschen treffen Menschen“.

Die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung macht auf die Gefahren rechtsextremen Gedankenguts und Verhaltens aufmerksam und klärt über antidemokratische Weltbilder und Ideologien der Ungleichwertigkeit auf. Auch werden Strategien, die von rechtsextremen Kreisen bei der Ansprache von Jugendlichen verwendet werden, aufgezeigt. Dabei wird der Bogen von neurechten und rechtsextremen Einstellungen über Aktivitäten rechtsextremer Organisationen und Parteien bis hin zu Rechtsterrorismus geschlagen.

Die beste präventive Strategie gegen Rechtsextremismus ist die Stärkung der Demokratie. Denn auch wenn es manchmal so scheint: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss fortwährend neu erlernt werden. Deshalb liegt ein besonderer Fokus der Ausstellung in der Vorstellung verschiedener Möglichkeiten eines aktiven Engagements gegen Rassismus und Gewalt – für Demokratie und Menschlichkeit. Die Ausstellung regt an, eigene Einstellungen zu hinterfragen und sich aktiv für Demokratie stark zu machen. Die Achtung der Menschenwürde und der Erhalt von Demokratie sind auf die Achtsamkeit und das Engagement Aller angewiesen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für die Demokratie und eine weltoffene Gesellschaft einsetzen, dem Rechtsextremismus und seinem gewaltvollen, diskriminierenden und rassistischen Weltbild etwas entgegensetzen können: Jeder kann etwas für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus tun.
Geöffnet ist die Ausstellung montags von 8 bis 16 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr, donnerstags von 7 bis 18 Uhr und an den beiden Samstagen, 16. und 23. März, von 9 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei. Gruppenführungen sind nach vorheriger Anmeldung unter sabine.rieger@stadt-pfaffenhofen.de jederzeit möglich.

Das gesamte Programm der Wochen gegen Rassismus in Pfaffenhofen findet man auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de/wochen-gegen-rassismus .
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