Stadtrat sichert einstimmig den Fortbestand des Alten- und Pflegeheimes St. Franziskus

Gemeinsame Presseerklärung der Stadtratsfraktionen:

Die fünf im Stadtrat vertretenen Fraktionen haben in der Sitzung vom 18. Oktober einstimmig die grundlegenden Schritte zur dauerhaften Sicherung des Altenheimbetriebes an der Ingolstädter Straße beschlossen.

Bürgermeister Herker hob die herausragende Bedeutung von St. Franziskus für das soziale Angebot in Pfaffenhofen hervor: „Ein Alten- und Pflegeheim mitten in der Stadt ist ein wertvoller Standort, der in
jedem Fall zu erhalten ist.“ Auf Grund der durch die Verwaltung vorgelegten detaillierten Situationsanalyse soll aber ein Wechsel in der Trägerschaft des Heimes erfolgen, um sowohl die Einrichtung wie auch die Gritsch’sche Fundationsstiftung langfristig zukunftsfähig zu erhalten.
Im Vordergrund stehen für den Pfaffenhofener Stadtrat nach einstimmigem Votum die weiterhin erstklassige Betreuung der Bewohner am Standort Ingolstädter Straße und die Wahrung der Belange
der Heimbelegschaft.

Das Alten- und Pflegeheim wird getragen von der 1736 gegründeten (Heilig Geist und) Gritsch’schen Fundationsstiftung, einer eigenen Rechtsperson, die durch den Pfaffenhofener Stadtrat verwaltet
wird. Von den Stiftern zur Unterstützung für in Not geratene Bürger vorgesehen, wurde der Stiftungszweck Mitte des letzten Jahrhunderts auf den Betrieb eines Altenheimes hin angepasst. Als Einzelkämpfer in öffentlich- rechtlicher Trägerschaft ohne eigenen organisatorischen Überbau hatte das Heim keinen leichten Stand. Der Gebäudeteil an der Spitalstraße wäre in nächster Zeit umfassend zu sanieren; um den Vorgaben des Bayerischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes zu genügen, kommt hier aber nur ein mehrere Millionen teurer Neubau in Betracht. Bei nur begrenztem Stiftungsvermögen gestaltet sich die wirtschaftliche Situation der Stiftung zunehmend sehr schwierig.

Der Stadtrat hat sich als Verwalter der Stiftung in den letzten Jahren intensiv mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt. Die seither eingeleiteten Maßnahmen zielten zunächst auf eine weitere
Verbesserung des Pflegestandards; den großen Erfolg dokumentieren aktuelle Bewertungen, wonach das Heim bei der Qualität der Pflege deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt.

Da die wirtschaftlichen Gegebenheiten des Heimes anhaltend die Möglichkeiten der Stiftung zu übersteigen drohen, hat der Stadtrat nach umfassender Diskussion einstimmig beschlossen, die Übertragung des Betriebs an einen anderen Träger anzustreben. Damit folgt das Gremium auch einer der Verwaltung vorliegenden Empfehlung des Kommunalen Prüfungsverbandes.

In einem transparenten Vergabeverfahren wird nun, unterstützt durch die erfahrene Kommunalberatung Rödl & Partner, ein seriöser Träger bevorzugt aus der freien Wohlfahrtspflege gesucht, der die erforderlichen Veränderungen im Sinne des Stadtratsbeschlusses umsetzt. Die Heilig
Geist und Gritsch’sche Fundationsstiftung soll auf dem Areal weiterhin im Sinne des Stifters mit sozialen Angeboten wie betreutem Wohnen vertreten sein.

Die fünf im Stadtrat vertretenen Fraktionen erklärten übereinstimmend, die gefassten Beschlüsse seien der beste Weg zum Erhalt der Stiftung wie zum zukunftsfähigen Weiterbestand von St. Franziskus.
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