Für mehr Tierwohl und für mehr Geschmack: Das nachhaltige Pfaffenhofener VOIXFEST-GIGGAL kommt aus Walting bei Eichstätt

Festwirtin Julia Spitzenberger (Foto: Michael Olma - www.extraprimagood.de/2015/09/22/mancher-gibt-sich-viele-mueh-mit-dem-lieben-federvieh)
 
Das original Pfaffenhofener VOIXFEST-Giggal (Foto: Michael Olma - www.extraprimagood.de/2015/09/22/mancher-gibt-sich-viele-mueh-mit-dem-lieben-federvieh)
Nach einem Jahr Vorbereitung ist es nun soweit. Wie bereits letztes Volksfest angekündigt, bringt die Festwirtin und SPD-Stadträtin, Julia Spitzenberger, dieses Jahr auf dem Volksfest ausschließlich glückliche Wiesn-Hendl aus nachhaltiger und regionaler Haltung auf den Teller.

Konkret kommen Spitzenberges "Original Voixfest-Giggal" von einem Bauernhof in Walting bei Eichstätt. Die SPD-Stadträtin setzt damit in Eigenregie einen Punkt aus dem Vertrag der bunten Koalition "PLAN 2020" um.

„Im Mai 2014 habe ich als Stadträtin eine Vereinbarung zur Förderung von Lebensmitteln aus artgerechter Tierhaltung bei städtischen Veranstaltungen unterschrieben, da will ich mit gutem Beispiel vorangehen und ein Zeichen setzen. Was ich von anderen erwarte, will ich auch in meinem eigenen Betrieb umsetzen“, so die Volksfestgastronomin, ehrenamtliche Stadträtin und stellvertretende SPD-Fraktionssprecherin.

Mit der Einführung des „Pfaffenhofener Voixfest-Giggal“ setzt die engagierte Festwirtin in ihrer „Gaudihüttn zum Spitz“ so auf noch mehr Qualität und Geschmack mit gutem Gewissen.
Die wesentlichen Kriterien für das "Original Pfaffenhofener Voixfestgiggal" sind dabei artgerechte Haltungsbedingungen und Aufzuchtzeit, gentechnikfreie Futtermittel und stressfreie Schlachtbedingungen.

"Unseren Hendl geht es Zeit ihres Lebens fantastisch. In artgerechter Freilandhaltung haben sie bis zu 75 Tage Zeit zum Aufwachsen. Konventionell gezüchtete Hendl kommen beispielsweise im Schnitt nach 30 Tagen Turbo-Mast bereits zum Schlachthof. Für unser Projekt werden die bestellten Hendl-Mengen sogar extra genau zur Volksfestzeit aufgezogen und frisch geliefert. Unsere Hendl werden in Kleingruppen gehalten und können täglich entscheiden, ob sie auf der Wiese einen Spaziergang machen oder sich lieber im Stall auf Stroh aufhalten. Sie bekommen kein gentechnisch verändertes Futter, sondern nur selbstangebautes Getreide und Mais. Auch der stressige Transport zum Schlachter entfällt, da direkt am Hof geschlachtet wird. Während der zwölf Volksfesttage wird extra für uns mehrmals die Woche geschlachtet, damit die Hendl immer frisch auf den Teller kommen.
Das alles macht sich auch am Geschmack bemerkbar. Unsere Hühner bilden weniger Fett und mehr Muskeln aus. Das Fleisch schmeckt viel besser und ist auch nahrhafter", schwärmt Julia Spitzenberger.

Die Qualitätsverbesserung soll sich aber im Preis nicht unverhältnismäßig auswirken. Das "Voixfestgiggal" wird auf jeden Fall unter 10 Euro kosten. Bedingt durch die Freilandhaltung können allerdings kleine Größenunterschiede bei den Portionen vorkommen.

Über ein halbes Jahr hat die Suche nach einem geeigneten Partner gedauert, wurden Lieferantengesprächen geführt und Höfe und Schlachtbetriebe besichtigt. Unterstützt bei der Suche und Festlegung der Kriterien wurde Julia Spitzenberger dabei von Nachhaltigkeitsexperten und SPD-Chef Markus Käser.

„Unser Volksfest ohne Hendl wäre quasi nicht vorstellbar!“, sagt Käser. „Aber bei den mittlerweile bekannt gewordenen Verhältnissen der industriellen Massentierhaltung können wir als Kommune nicht einfach wegsehen. Wir müssen in Zukunft Umwelt- und Tierschutz sowie Genuss und Vergnügen in Einklang zu bringen. Am Ende haben Mensch und Tier etwas davon. Julia Spitzenberger geht mit einer starken Geste voran. Wir unterstützen diese Entscheidung mit voller Kraft“, so der SPD Fraktionssprecher.

Die Wahl fiel am Ende auf den Hof von Familie Hüttinger in Walting bei Eichstätt.
Nach dem Motto "natürlich gewachsen bis zum Genuss" vermarktet die Familie hofeigenes Geflügel jeglicher Art. Roswitha Hüttinger wurde 2014 von Landwirtschaftsminister Brunner zur “Bäuerin als Unternehmerin” des Jahres ausgezeichnet.

Julia Spitzenberger hat außerdem vor, nach und nach Ihr gesamtes Angebot auf regionale Anbieter umzustellen. So sind heuer beispielsweise bereits Radieserl, Gurken und allgemein Gemüse direkt aus der Region. Auch das Mehl kommt direkt aus regionaler Produktion. Das Hirschfleisch kommt frisch vom Jäger, Eier, Käse sowie Kartoffel und Knödel werden innerhalb eines Radius von maximal 40 km bezogen.

Mit ihrer Initiative setzt Julia Spitzenberger in Pfaffenhofen Maßstäbe in Tier-, Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei Großveranstaltungen. Eine ganze Reihe von Umwelt- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Rahmen des Pfaffenhofener Volksfestes sollen folgen. „Wer in Zukunft auf der Pfaffenhofener Wiesn dabei ist, sollte sich auch ein paar Gedanken zu Umwelt- und Tierschutz machen. Wir arbeiten gemeinsam mit Stadtverwaltung und Schaustellern an einem realistischen Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept für unser Volksfest. Regionale, saisonale Speisen und Getränke mit guter Ökobilanz sowie aktive Klimaschutz-Maßnahmen sollen dabei gefördert werden“, erläutert Umweltreferentin Sandra Lob.
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