Wehrhaftes Pfaffenhofen – Archäologie der mittelalterlichen Stadtbefestigung Archäologie-Ausstellung zu den Ausgrabungen an der Münchner Straße im Rathaus

 
Beginn der Ausgrabungen mit dem Putzen des ersten Planums (Ansicht von Südwesten)
Pfaffenhofen an der Ilm: Rathaus | Einen ganz besonderen Blick auf Pfaffenhofen bietet die Ausstellung „Wehrhaftes Pfaffenhofen – Archäologie der mittelalterlichen Stadtbefestigung“ im Rathaus. In Kooperation mit dem Heimat- und Kulturkreis richtet die Stadt dort eine Ausstellung aus, die die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabung an der Münchener Str. bzw. am Stadtgraben präsentiert. Die Ausstellung wird am Freitag, den 29. März um 19.30 Uhr, eröffnet.

Interessierte Besucher haben am Sonntag, den 7. April, um 15 Uhr die Gelegenheit, an einer Führung durch die Ausstellung mit der Ausgrabungsleiterin Alexandra Völter teilzunehmen.

Es sind gerade die historischen Themen, die immer wieder große Aufmerksamkeit in Pfaffenhofen auf sich ziehen. Und oftmals gibt es gerade im Kontext der archäologischen Grabungen der letzten Jahre neue Erkenntnisse, die einen neuen Blick auf das Leben in Pfaffenhofen, beispielsweise im Mittelalter, ermöglichen. So ist dies auch bei dieser Ausstellung, die Funde und Erkenntnisse der Ausgrabung an der Münchener Straße 6 – wo ehemals die Kneipe „Zum Schlumpf“ zu finden war – präsentiert. Die mit der Ausgrabung beauftragten Archäologen geben Einblick in ihre dortigen Ausgrabungstätigkeiten und die zugrunde liegende Methodik: die einzelnen Schritte der Ausgrabungen werden dabei aufgezeigt.

Bemerkenswert sind dabei aber auch beispielsweise die Rekonstruktionszeichnungen, die vor Ort angefertigt und im Anschluss an die Ausgrabungen verfeinert werden. In Vitrinen werden die teils sehr außergewöhnlichen Funde wie etwa Münzrohlinge gezeigt, die einen recht guten Eindruck von der Nutzung des Stadtgrabens im Mittelalter vermitteln. Teil der Ausstellung ist auch die Interpretation der Funde – durch die verschiedenen Schritte der archäologischen Untersuchungen können die Archäologen das Leben im Mittelalter rekonstruieren. Eine Erkenntnis dabei ist beispielsweise, dass der Stadtgraben nicht nur Teil der Stadtbefestigung war, sondern auch Ort unterschiedlichster handwerklicher Tätigkeiten, die aus verschiedenen Gründen nicht innerhalb der Stadtmauern zugelassen waren.

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Fundstücke, sie beschreibt deren Funktion und rekonstruiert deren historische Bedeutung. Interessierte Besucher werden zudem über die archäologische Methode informiert, über das konkrete Vorgehen bei der Ausgrabung selbst und über die Erkenntnisse aus den Funden. Im ersten Stock des Rathauses sind schließlich Umzeichnungen zu sehen – die Zeichnungen der Funde an ihrem Fundort, wie auch die detailgenaue Abbildung der Funde selbst. Insgesamt können sich interessierte Besucher damit ein sehr genaues Bild von der Arbeitsweise der Archäologen machen.

Zur Eröffnung am Freitag, 29. März, um 19.30 Uhr wird die leitende Archäologin Alexandra Völter, die bei vielen Ausgrabungen in Pfaffenhofen in den letzten Jahren beteiligt war, einen Vortrag über die Ausgrabung an der Münchener Straße halten.

Im Rahmen der Ausstellung wird es außerdem Führungen durch die Ausgrabungsleiterin Alexandra Völter geben. Termine sind: Sonntag, 31. März & Sonntag, 7. April, jeweils 15 Uhr.

Am 3. Mai wird zudem Dr. Hubert Fehr, zuständiger Referent für Praktische Denkmalpflege beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege einen Vortrag unter dem Titel „Archäologie in Pfaffenhofen – Überblick über den aktuellen Forschungsstand" halten und dabei die Erkenntnisse der letzten Jahre zusammenfassen.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Heimat- und Kulturkreis verwirklicht wird, ist vom 1. April bis 17. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.
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