Vielfältiges Programm bei der Pfaffenhofener Lesebühne

 
Nicole Staudinger (Foto: Kristina Malis)
Das Programm der Paffenhofener Lesebühne 2019 ist so vielfältig und bunt, wie unser Leben nur sein kann. Es reicht von einer Heimkehr aus dem Exil nach Serbien über eine Kriegsgeschichte zwischen dem Zweiten Weltkrieg und Vietnam sowie eine berührende und kluge Liebesgeschichte bis hin zur Saga vom Leben zweier Freundinnen in Neapel und einem humorvollen Erfahrungsbericht vom Abnehmen. Am verlängerten letzten Oktober-Wochenende lädt die Stadt Pfaffenhofen zu fünf hochkarätigen Lesungen ein.


Donnerstag, 24. Oktober
Jan Weiler: „Kühn hat Hunger“
Theatersaal im Haus der Begegnung, 20 Uhr (Einlass 19.30)

Mit Empathie, Originalität und unwiderstehlichem Esprit erzählt Jan Weiler von seinem Helden, Kommissar Martin Kühn, dem seine empfindlich gestörte Männlichkeit mehr zu schaffen macht, als er zugeben würde.

Freitag, 25. Oktober
Marie-Alice Schultz: „Mikadowälder“ und Marko Dinic: „Die guten Tage“
Strandbad Café am Freibad, Ingolstädter Str. 72, 20 Uhr (Einlass 19.30)

Marie-Alice Schultz, Pfaffenhofener Lutz-Stipendiatin 2017, liest aus ihrem ersten Roman „Mikadowälder“, einem emotionalen und klugen Buch über Liebe und Wahlverwandtschaft. „Die guten Tage“ ist der Debütroman von Marko Dinic, Lutz-Stipendiat 2015, über die alte Heimat, das Exil und die Rückkehr. Von seiner Wahlheimat Wien aus rollt der Erzähler in einem Bus durch die ungarische Einöde seiner Geburtsstadt Belgrad entgegen.

Samstag, 26. Oktober
Nicole Staudinger: „Ich nehm schon zu, wenn andere essen“
Hofbergsaal, 16 Uhr (Einlass 15.30)

Nicole Staudingers Lesungen genießen den Ruf, etwas anders und außergewöhnlich zu sein. Sie ist Unternehmerin, Mutter von zwei Söhnen und hat den Brustkrebs besiegt. In ihrem neuen Buch „Ich nehm schon zu, wenn andere essen“ beschreibt die 37-Jährige einen typischen Weg zum Gewichtsverlust. Nach Erfahrungen mit Diäten, Abnehm-Trends, Jojo-Effekt und erfolglosen Abnehmversuchen hat die Schlagfertigkeits-Queen es geschafft. Als sie ihr gesamtes Essverhalten ändert, purzeln die Pfunde. Ihren Weg beschreibt sie mit viel Selbstironie und Witz, so dass auf die Zuhörer ein unterhaltsamer Nachmittag wartet.

Samstag, 26. Oktober
Steffen Kopetzky: „Propaganda“
Festsaal des Rathauses, 20 Uhr (Einlass 19.30)

In „Propaganda“ entführt uns der Pfaffenhofener Autor und ehrenamtliche Kulturreferent Steffen Kopetzky in den Zweiten Weltkrieg. John Glueck ist GI bei der Propagandaabteilung der US Army. 1944 kommt er in den Hürtgenwald bei Aachen, wo gerade eine der größten Katastrophen beginnt: die Allerseelenschlacht mit über 25.000 Toten. Zwanzig Jahre später in Vietnam muss John lernen, dass die Politik zynisch und verlogen ist, wie eh und je. Sein Weg führt ihn daraufhin von der vergessenen Schlacht im „Blutwald“ zu den Pentagon Papers.

Sonntag, 27. Oktober
Laura Maire: „Ferrante lesen. Die Neapolitanische Saga“
Theatersaal im Haus der Begegnung, 16 Uhr (Einlass 15.30)

Wer hinter dem Pseudonym Elena Ferrante steckt, weiß niemand. Denn es handelt sich um ein Pseudonym, das die Autorin gut zu schützen weiß. Mit der Neapolitanischen Saga hat Ferrante ein Jahrzehnte überspannendes Werk über die Freundschaft zwischen zwei Frauen geschrieben. Die Schauspielerin Laura Maire bekam 2012 den Kulturförderpreis ihrer Geburtsstadt Pfaffenhofen. Die 39-Jährige hat sich vor allem als  Synchronsprecherin einen Namen gemacht und mehrere Hörspiele und Hörbücher veröffentlicht. Für ihre Lesung hat das Kunst-Additum des Schyren-Gymnasiums unter der Leitung von Matthias Wurm eigens ein Bühnenbild entworfen und umgesetzt.

Der Kartenvorverkauf läuft
Karten für alle Veranstaltungen gibt es zu je 10 bzw. ermäßigt 8 Euro im Vorverkauf bei der Buchhandlung Osiander, dem Pfaffenhofener Kurier, bei Elektro Steib und online unter www.okticket.de. An der Tages- bzw. Abendkasse kostet der Eintritt 12 Euro (ermäßigt 10 Euro). Alle Informationen findet man auch auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de/lesebuehne.
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