Skulptur und Entwurf in der Städtischen Galerie: Bildhauer des BBK präsentieren eine abwechslungsreiche Gruppenausstellung

  Ein schöner Erfolg für die Städtische Galerie Pfaffenhofen: Über 60 Besucher kamen zur Ausstellungseröffnung der ersten Ausgabe von „Pfaffenhofen präsentiert“ im Jahr 2016. Kulturreferent Steffen Kopetzky konnte dabei die erste Ausstellung von Künstlern des Berufsverbands Bildender Künstler Ingolstadt und Oberbayern Nord in Pfaffenhofen unter dem Titel „Skulptur und Entwurf“ konstatieren – für ihn ein großer Schritt hinsichtlich der Fortentwicklung des Ausstellungsprogramms der Städtischen Galerie, wie er bei der Begrüßung formulierte.

Es ist nicht nur die erste BBK-Ausstellung in Pfaffenhofen, sondern auch die seit langem erste Gruppenausstellung von Bildhauern in der Galerie. Und es ist eine sehr vielfältige Ausstellung geworden, eine „Zusammenfassung der Kunstgeschichte hinsichtlich der Skulptur“, so formulierte es der Laudator Professor Günther Köppel aus Eichstätt. Es sind 14 Bildhauer und Bildhauerinnen aus der ganzen Region, die je eine Arbeit in der Ausstellung zeigen. Jeder der Künstler hat dabei einen für sich eigenen Stil gefunden, der kaum Parallelen zu den Arbeiten der anderen Künstler aufzeigt. Dieses Spektrum auch zu honorieren war Köppel ein Anliegen und er ging darum in seiner kurzweiligen Einführung auf alle Arbeiten der Künstler schlaglichtartig ein.

Insgesamt schafft es die Ausstellung, eine große Bandbreite an Stilen von sehr unterschiedlich arbeitenden Künstlern auf relativ kleinem Raum harmonisch zu vereinen. Es stehen dort die großen Holzskulpturen von Tanja Röder, Konrad Risch und Reiner Schlamp neben klassischen Bronzeskulpturen von Richard Gruber und Alexandra Fromm. Die Keramik Hans Dollingers kontrastiert hervorragend mit den verspielten Arbeiten von Tabea und Thomas Wimmer. Sieglinde Botteschs an Naturformen orientierte Keraquick-Arbeiten gruppieren sich bemerkenswert passend mit einer Acrylglas-Arbeit von Serio Digitalino und einer sehr modernen, installativen Arbeit von Babette Ueberschär. Gelungene Kontrapunkte setzen schließlich die Arbeiten von Thomas Neumaier, Matthias Schlüter und Fredrik Lindquist, deren humoristische Ansätze sich gut in die Ausstellung integrieren und dieser ein buntes Gegengewicht geben. Ein Betonrelief von Jürgen Schulze und eine Arbeit von Bodo Rott, die installative und malerische Elemente vereint, komplettieren die Ausstellungen mit über die reine Skulptur hinausgehenden Werken.

Eine Anzahl von Entwürfen zu den eingereichten Arbeiten verdeutlicht zudem das Thema der Ausstellung. Auch sie von großer Bandbreite, zeigen sie als Ergänzung eine wichtige Grundlage der Bildhauerei, so Köppel in seinen einführenden Worten: Nicht jeder Skulptur geht eine konkrete Skizze oder ein genauer Entwurf voraus, eben je nachdem, welchen Arbeitsansatz der jeweilige Künstler verfolgt. Oft dient der Entwurf nur als Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung der Arbeit und hat mit dem späteren Ergebnis wenig gemeinsam. Bei einigen Künstlern fehlt folgerichtig in der Ausstellung auch ein Entwurf, da sie schlicht keinen für ihre Arbeit benötigen. Andere Entwürfe hingegen entwickeln das Thema weiter und scheinen als komplett eigenständige, nicht skizzenhafte Arbeiten auf.

Insgesamt freuen sich die Organisatoren nicht nur über die hohe Besucherzahl bereits am Eröffnungswochenende, sondern auch über eine Ausstellung regionaler Künstler auf durchgängig hohem Niveau.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 14. Februar, zu sehen. Die Städtische Galerie ist Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 geöffnet, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Am Faschingsdienstag, 9. Februar, bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.
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