Pfaffenhofener Lesebühne: Fünf ganz unterschiedliche Lesungen

Mario Giordano liest am Samstag, 27. Oktober, um 20 Uhr aus seinem Buch „Tante Poldi und der schöne Antonio“. (Foto: Olivier Favre)
 
Ihren Roman über ihre Erfahrungen beim Älterwerden hat Greta Silver mit „Wie Brausepulver auf der Zunge“ geschrieben. Sie liest am Samstag, 27. Oktober, um 16 Uhr. (Foto: Lotta Fotografie)
Von einem Krimi über Romane bis hin zu einem ökologischen Vortrag: Die Veranstaltungen der diesjährigen Pfaffenhofener Lesebühne richten sich an die verschiedensten Zielgruppen. An einem langen Wochenende, vom 25. bis zum 28. Oktober, finden bei den Literaturtagen 2018 fünf Lesungen statt.

Den Auftakt macht SZ-„Streiflicht“-Autor Hilmar Klute mit seinem Debütroman. Es folgt die Schriftstellerin María Cecilia Barbetta mit ihrem neuen Roman, der für den Deutschen Buchpreis 2018 nominiert war. Am Samstag liest dann Greta Silver aus ihrem Buch übers Älterwerden und Mario Giordano seinen neuen „Tante Poldi“-Krimi. Den Abschluss gestaltet am Sonntagnachmittag der Biologe Professor Josef H. Reichholf mit einem Vortrag über das Aussterben der Schmetterlinge.

Hilmar Klute: „Was dann nachher so schön fliegt“

Hilmar Klute ist „Streiflicht“-Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung und Autor mehrerer Bücher. Sein erster Roman „Was dann nachher so schön fliegt“ spielt Mitte der Achtziger Jahre im Ruhrgebiet. Der Zivildienstleistende Volker Winterberg möchte gerne Dichter sein. Seinen größten Erfolg feiert Winterberg auf einer Reise nach Paris, woraufhin er nach Berlin reist. Dort lernt er Katja kennen, mit der er ein Abenteuer erlebt.

In dem Buch versucht der Protagonist herauszufinden, worum es im Leben und beim Schreiben eigentlich geht. Die Lesung findet am Donnerstag, 25. Oktober, um 20 Uhr im Strandbad Café am Freibad statt. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Abend wird moderiert vom Schriftsteller und ehrenamtlichen Kulturreferenten Steffen Kopetzky.

María Cecilia Barbetta: „Nachtleuchten“
María Cecilia Barbettas Roman wurde 2018 für den Deutschen Buchpreis nominiert, ein Auszug des Manuskripts erhielt bereits vor dem Erscheinen den Alfred-Döblin-Preis. Die Geschichte spielt im Viertel Ballester im argentinischen Buones Aires, wo die Autorin aufwuchs. „Nachtleuchten“ spielt am Vorabend eines politischen Umsturzes. Die Protagonisten des Buches sind aus der ganzen Welt in die Stadt gekommen, um für die Revolution und eine bessere Zukunft zu kämpfen.

María Cecilia Barbetta lebt seit 1996 in Berlin. Ihr erster Roman „Änderungsschneiderei Los Milagros“ von 2008 erhielt wichtige Preise. Die Lesung, moderiert von Dorle Kopetzky, findet am Freitag, 26. Oktober, um 20 Uhr im Theatersaal im Haus der Begegnung statt (Einlass ab 19.30 Uhr).

Greta Silver: „Wie Brausepulver auf der Zunge“
Die 70-jährige Greta Silver behandelt in ihrem Roman das Thema Älterwerden und erzählt dabei von ihren eigenen Erfahrungen. Sie spricht über Ängste und Einsamkeit, aber auch über Reisen, Träume und wie großartig es ist, alt zu sein. Mit 66 gründete Silver ihren Blog „Zu jung fürs Alter“, der bereits millionenfach geklickt wurde.

„Wie Brausepulver auf der Zunge“ heißt das Buch – und der Titel verrät schon die Überzeugung der Autorin: „Ein großes Glück ist dieses Alter. Und so bunt.“ Am Samstag, 27. Oktober, kommt sie um 16 Uhr in den Hofbergsaal. Einlass ist ab 15.30 Uhr.

Mario Giordano: „Tante Poldi und der schöne Antonio“
Die Rentnerin Poldi zieht von München nach Sizilien – eigentlich um ihre Ruhe zu haben und die Sonne zu genießen. In jedem Band der Reihe wird sie dann aber in Kriminalfälle verwickelt, so auch in „Tante Poldi und der schöne Antonio“. In dem Buch verschwindet der Afrikaner Thomas, nachdem er einen Koffer mit wertvollem Inhalt gestohlen hat und damit nach Europa aufgebrochen ist. Als Poldi ihn schließlich findet, ist er leider schon tot.

Mario Giordano stand mit seinen „Tante Poldi“-Krimis mehrere Wochen auf den Bestsellerlisten. In Pfaffenhofen liest er am Samstag, 27. Oktober, um 20 Uhr im Theatersaal im Haus der Begegnung. Einlass ist ab 19.30 Uhr.

Josef H. Reichholf: „Schmetterlinge: Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet“
Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe Josef H. Reichholf stellt am Sonntag zum Abschluss sein erst im September erschienenes Buch vor. Dabei behandelt er das Aussterben der Schmetterlinge und die dadurch drohende ökologische Katastrophe, und ruft deshalb zum Schutz der Tiere auf. Er entführt die Leser aber auch in die wundervolle Lebenswelt der Schmetterlinge, schreibt von kleinen Nymphen und Schillerfaltern.

Der Vortrag beginnt am Sonntag, 28. Oktober, um 14 Uhr im Festsaal des Rathauses (Einlass ab 13.30 Uhr).

Karten für alle Veranstaltungen gibt es zu je 10 bzw. ermäßigt 8 Euro im Vorverkauf bei der Buchhandlung Osiander, dem Pfaffenhofener Kurier, bei Elektro Steib und online unter www.okticket.de. An der Tages- bzw. Abendkasse kostet der Eintritt 12 Euro (ermäßigt 10 Euro). Alle Informationen zu den Literaturtagen 2018 findet man auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de/lesebuehne und unter www.facebook.com/pfaffenhofener.lesebuehne.
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