Eröffnung der Paradiesspiele am 8. Juni

Die Dellnhauser Musikanten (Foto: Helmut Bungartz)
 
Joseph Maria Lutz
Schon zum Auftakt Lesung, Ausstellungen und Konzert

Mit 25 Veranstaltungen haben die 2. Pfaffenhofener Paradiesspiele in der Zeit vom 8. Juni bis 5. August viel zu bieten. Dabei steht der Pfaffenhofener Schriftsteller Joseph Maria Lutz als Namensgeber („Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies“) samt den Begriffen „Paradies“ und „Bayern“ im Mittelpunkt. So abwechslungsreich wie das ganze Programm gestaltet sich auch bereits die Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 8. Juni, denn da stehen schon eine Lesung, zwei Ausstellungen und ein Open-Air-Konzert auf dem Kalender. Der Eintritt ist frei.

Joseph Maria Lutz wurde am 5. Mai 1893 in Pfaffenhofen geboren. Um die Fragen, wie damals das Leben in Bayern war, und – ganz konkret – wie dieser Tag in Pfaffenhofen und in Bayern aussah, dreht sich eine Lesung am 8. Juni um 18.30 Uhr im Festsaal des Rathauses.

Unterhaltsame Lesung mit Musik
Unter dem Titel "1893 – Ein Tag im Paradies?" nähern sich drei bekannte Pfaffenhofener  diesen Fragen in einer revueartigen und unterhaltsamen Lesung aus recht unterschiedlichen Perspektiven an: Mit den Beiträgen des ehemaligen Lehrers, Historikers und langjährigen Kopfs der „Gruppe Lesezeichen“ Lorenz Kettner, des Schriftstellers und ehrenamtlichen Kulturreferenten Steffen Kopetzky sowie des Historikers und Stadtarchivars Andreas Sauer kann man davon ausgehen, dass die Zuhörer ein facettenreiches Bild der Vergangenheit bekommen werden – mit kulturwissenschaftlichem, literarischem wie auch historischem Blick.

Musikalisch begleitet wird die Lesung von den Dellnhauser Musikanten und dem Eberwein-Dreigesang, die sich ganz den Hallertauer Musiktraditionen verschrieben haben und deren Vorgänger auch schon mit Joseph Maria Lutz zusammenarbeiteten. Zu hören sind dabei u. a. Lieder mit Texten von Joseph Maria Lutz, die von Josef Eberwein vertont wurden.

Open-Air-Konzert vor dem Rathaus
Im Anschluss an die Lesung, etwa ab 20 Uhr, geben die Dellnhauser Musikanten dann ein Open-Air-Konzert auf dem Hauptplatz.

Ausstellung "Paradiesische Zustände?"
Mit dem Konzert werden auch zwei interessante Ausstellungen eröffnet – eine im Foyer des Rathauses und die andere mitten auf dem Hauptplatz. Unter dem Titel „Paradiesische Zustände? Himmlische Helfer im bäuerlichen Wirtschaftsjahr“ sind erstmals Objekte aus der Sammlung des Heimatmuseums bzw. des Museums im Mesnerhaus in einer temporären Ausstellung im Rathaus zu sehen. Kurator Frieder Leipold, der um 20.30 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung einlädt, zeigt hier die Bedeutung der einzelnen religiösen Kunstgegenstände im Leben der Bauern auf. Eingepasst in den bäuerlichen Jahresablauf, dem immer wiederkehrenden Zyklus von Keimen, Reifen, Ernten und Zehren, illustriert er die praktischen Hintergründe der bäuerlichen Heiligenverehrung. Mit ihren Opfergaben und der Integration von bestimmten Heiligenfiguren in den bäuerlichen Alltag verbanden die Menschen damals ganz konkrete Zwecke und Hoffnungen. Die sehenswerten Ausstellungsstücke, die zudem einen ganz eigenen ästhetischen und künstlerischen Wert haben, werden auf diese Weise sowohl historisch als auch volkskundlich verortet.

Freilicht-Ausstellung „Joseph Maria Lutz“
Bei der Freilicht-Ausstellung „Joseph Maria Lutz“ rücken Leben und Werk des Namensgebers der Paradiesspiele in die Öffentlichkeit. Mit Fotoinstallationen, einer Hörstation, einer Kunstinstallation und Infostelen soll die Ausstellung dazu einladen, den Schriftsteller neu zu entdecken und sich mit seiner Person und seinen Texten auseinanderzusetzen. Nicht fehlen darf in der Ausstellung auch eine Darstellung der Schwerpunkte seines Werks, insbesondere auch des „Brandner Kaspar“, der auch Thema einer Kunstinstallation sein wird.

Beide Ausstellungen laufen bis zum 3. August. Während die Freilicht-Ausstellung jederzeit zugänglich ist, gelten für die Ausstellung im Rathaus die Öffnungszeiten des Bürgerbüros. Montag 8 bis 16 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 7 bis 18 Uhr und am ersten und dritten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr.

Zu Führungen durch die Ausstellung lädt Kurator Frieder Leipold am Freitag, 8. Juni, um 20.30 Uhr und am Sonntag, 10. Juni, um 15 Uhr ein. An den folgenden Sonntagen jeweils um 15 Uhr bietet dann der Heimat- und Kulturkreis Führungen an.
Weitere Informationen sind auf www.pfaffenhofen.de/paradiesspiele zu finden.
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