Die Provinzdiva: Ein Hauch von Hollywood in Tegernbach

Hintere Reihe v.l.n.r.: Christian Hörmann, Josef Friedl, Heinz Sieber, Claus Reisner, Martin Ostermair, Johannes Friedl, Christian Reiter Mittlere Reihe v.l.n.r.: Karin Langenecker, Eva Birgmeir, Monika Lehmair, Thomas Roßmeier Vordere Reihe v.l.n.r.: Miriam Friedl, Johanna Hörmann, Lisa Faltermeier, Eva Langenecker Nicht auf dem Bild: Sonja Roßmeier
 
Das Dreigestirn und Regieteam der Theatergruppe: v.l.n.r. Martin Ostermair, Karin Langenecker und Christian Hörmann
Donnerstag, 19.30 Uhr im Pfarrsaal in Tegernbach:
Auf der langen Tischreihe stehen Getränke, Lebkuchen und Plätzchen und im Raum verteilen sich Texthefte und erste Theaterrequisiten. Während drei Mitglieder auf der im Moment noch eher rustikal anmutenden Bühne konzentriert eine Szene aus dem ersten Akt proben, beobachten zehn weitere Augenpaare aufmerksam das Geschehen. Nach einigen Minuten unterbricht jemand den Dialog auf der Bühne: "War scho ganz guad, aber jetzt stellt´s euch weiter nach vorn, ich seh´ die Reni net und dann probiert´s as nochmal. Und du, Fredl, du sagst des jetz´ numoi so richtig grantig!" Alle drei nicken und noch einmal wird die soeben gespielte Szene wiederholt. Martin Ostermair, Christian Hörmann und Karin Langenecker, die Regisseure der Gruppe nicken zufrieden: "Passt!". Währenddessen besprechen im Hintergrund leise murmelnd ein paar Männer die nächsten handwerklichen Schritte des Bühnenbaus, während ein weiterer Spieler schon einmal die Bühne vermisst.

Es wird sofort deutlich: Die Proben und Vorbereitungen der Theatergruppe der Pfarrei Tegernbach sind in vollem Gange. Auch heute wird wieder bis spät in die Nacht geprobt und an Ausdruck, Betonung, Gestik und Mimik gefeilt bis wirklich alles passt. Denn gerade in der Vorweihnachtszeit vergeht die Zeit bis zur Premiere am 11. Januar wie im Flug.

Das 26. Stück, das die Theatergruppe der Pfarrei Tegernbach aufführt, ist dieses Mal ein wenig anders als die Stücke der Vorjahre. Auch in der Saison 2018/2019 steht das seit mittlerweile bestens bewährte Regie-Dreigestirn, bestehend aus Christian Hörmann, Martin Ostermair und Karin Langenecker, für erfahrene Regieführung. Mit Eva Birgmeir, Monika Lehmair, Thomas Roßmeier, Claus Reisner und Christian Reiter haben sie einige erfahrene Spieler und "alte Hasen" für ihr Stück gewinnen können. Zum ersten Mal ist in dieser Saison mit Eva Langenecker, Johanna Hörmann und Johannes Friedl auch eigener Nachwuchs aus den Reihen der Jugendtheatergruppe dabei und auch Miriam Friedl und Sonja Roßmeier sind 2019 mit auf der Bühne vertreten.
Eva Langenecker, ebenfalls aus der Jugendtheatergruppe unterstützt Lisa Faltermeier als Souffleuse und mit Josef "Nullinger" Friedl als Allrounder sind auch Licht und Ton in besten Händen.

Das Volksstück von Holger Zimmermann spielt in den Dreißigern in einem kleinen Dorf in Bayern. Reni Claude nennt sich das Teufelsweib, das in einem wagemutigen Manöver ihre Junkers A50 über dem Bergwald hochzieht, ins Trudeln gerät, im Sturzflug auf Holzmaising zusteuert, den Flieger in letzter Sekunde abfängt, wobei sie das Maisfeld des Korbinian Lang förmlich abmäht, und schließlich auf der Wiese vom Hinterbauern landet.
Sie ist ein gefeierter Stummfilmstar aus der Hauptstadt Berlin und ihr unverhofftes Aufkreuzen im verschlafenen Holzmaising bringt gewaltige Unruhe ins Dorf. Die charismatische Reni genießt es, das ihrer Meinung nach hinterwäldlerische Bauernvolk provokativ aufzumischen und dabei unauffällig Informationen einzuholen. Denn ihr Besuch in Holzmaising hat einen ganz bestimmten Zweck…

Die Theatergruppe der Pfarrei Tegernbach freut sich bereits jetzt auf ihre Gäste und verspricht ihnen einen unterhaltsamen Abend beim Brunnleitnerwirt in Holzmaising. Die Aufführungstermine sind 11./12./13., 17./18./19./20. und 23./24./25./26. Januar 2019.
Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrsaal in Tegernbach, der Eintritt kostet 10,00 EUR. Die Kartenbestellung ist ab 06. Januar 2019 täglich von 18.00 bis 19.00 Uhr unter Tel. 08443/1416 möglich. Da einzelne Vorstellungen erfahrungsgemäß relativ schnell ausverkauft sind, ist es ratsam, vor der Kartenbestellung evtl. mehrere Tage ins Auge zu fassen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.