Ausstellung "Brache" im Kreativquartier Alte Kämmerei

Sebastian Daschner spürt den Arbeiten der Graffiti-Künstler nach, die auf dem Gelände tätig waren und fängt dabei den Moment ihrer Zerstörung während der Abrissarbeiten ein.
Pfaffenhofen: Kreativquartier Alte Kämmerei |

Am Freitag, den 29. März, startet im Kreativquartier mit „Brache“ die erste von mehreren für dieses Jahr geplanten Ausstellungen. Die Mieter der Alten Kämmerei wollen damit die erfolgreiche Kulturarbeit des letzten Jahres fortsetzen.
Grundidee ist dabei, die Räume des Kreativquartiers für kleine Ausstellung und Konzerte zu nutzen, die von den Mietern getragen oder iniitiert werden. Jeden letzten Freitag im Monat soll damit in der Art eines Stammtisches mit der Vernissage zu den Ausstellungen die Möglichkeit für alle Interessierten bestehen, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen oder einfach nur die Veranstaltungen zu genießen.

„Brache“ widmet sich einem einzigen Objekt: dem ehemaligen Gelände der Firma Herion an der Kellerstraße, am Rande der Innenstadt. Nachdem dort lange Zeit eine der größten Firmen Pfaffenhofens ihren Standort hatte, entsteht dort inzwischen eine moderne Wohnsiedlung. Wer ältere Luftaufnahmen mit aktuellen Bildern von Pfaffenhofen vergleicht, erkennt wie groß die umgenutzte Fläche ist und welche massiven Veränderungen mit der Umgestaltung einhergehen. Das ist damit paradigmatisch für die Umgestaltung ganz Pfaffenhofens, die seit einigen Jahren im Gange ist und immer noch andauert.
„Brache“ bezeichnet aber vor allem den Übergangszustand zwischen alter und neuer Nutzung, den das Gelände zwischen der Schließung des Herion-Werkes und dem Beginn der Neubebauung einnimmt. Ein Zustand, der in seiner Außergewöhnlichkeit viele Kreative aus unterschiedlichen Bereichen dazu verführte, sich ihm künstlerisch zu nähern. Diese Konzentration versucht „Brache“ einzufangen.
In der Ausstellung werden fotografische Arbeiten zu sehen sein, die sich mit der Ästhetik des ehemaligen Herion-Geländes auseinandersetzen und damit eine Periode der jüngeren Stadtgeschichte künstlerisch abbilden. Die Bandbreite der Themen reicht dabei von der Faszination für den Verfall, über der Ästhetik und Abbildung des Umbruchs bis hin zur ausgelassenen Nutzung des Un-Ortes als Spielplatz der Kreativität.
Die gezeigten Fotos bilden damit Momentaufnahmen des Leerstands, aber auch des Abbruchs, bis hin zur fast fertigen Neubebauung.
Gezeigt werden vom 30. März bis einschl. 24. April Bilder u.a. von Phillip Baganz & Christoph Höchtl, Sebastian Daschner, Clemens Fehringer, Carine Raskin-Sander und Christian Spanheimer.
Die Vernissage der Ausstellung findet am Freitag, den 29. März, ab 19.30 Uhr im Kreativquartier Alte Kämmerei, Frauenstr. 34-36, statt. Musikalisch begleitet wird sie von einem Akkustikkonzert der, zum Haus gehörenden, Band „Wir und die Anderen“ feat. „Boom-Town”. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung ist werktags von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
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