100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs: Historische Ausstellung im Rathaus eröffnet - Neues Heft in der Reihe der „Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n)“ zu haben

Genau 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Ausrufung der Republik wurde jetzt eine historische Ausstellung im Pfaffenhofener Rathaus eröffnet. Unter dem Titel „Wenn doch die Welt erkennen würde, was ihr zum Frieden dient. Pfaffenhofen im Ersten Weltkrieg 1914–1918“ ist eine neue Ausgabe in der Reihe der „Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n)“ erschienen, die mit einer Ausstellung im Rathaus verbunden ist.

Zweiter Bürgermeister Albert Gürtner konnte zahlreiche Interessierte zur Ausstellungseröffnung begrüßen. Ein herzliches Dankeschön richtete er an Stadtarchivar Andreas Sauer, der das Thema aufwendig recherchiert hat und die Broschüre sowie die Ausstellungstafeln erarbeitet hat. „Die anfängliche Euphorie war schnell vorbei, und letztlich sind 180 Pfaffenhofener nicht aus dem Krieg zurückgekommen“, erinnerte Gürtner an die Schrecken des Krieges. Er betonte: „Wir sollten aus der Geschichte lernen und alles tun, um in Frieden und Freiheit zu leben.“

Andreas Sauer ging auf die Schwerpunkte der Ausstellung ein, die er in dem neuen Heft der „Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n)“ noch ausführlicher darstellt. Der Titel „Wenn doch die Welt erkennen würde, was ihr zum Frieden dient“ ist ein Zitat des damaligen Stadtpfarrers Dr. Kohnle, der das Elend des Krieges schnell erkannt hatte. Die Auswirkungen des Krieges waren in Pfaffenhofen schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn deutlich sichtbar, erläuterte Sauer. Auch wenn die Stadt selbst nie Kriegsschauplatz war, so sprachen doch Militärtransporte und Verlustlisten, Nachrichten von gefallenen Soldaten, ein Lazarett mit über 100 Betten und auch die vielen jungen Soldaten, die hier ihre Grundausbildung absolvieren mussten, eine deutliche Sprache.

In der Folgezeit musste sich auch der Lebensalltag der Bevölkerung immer mehr den Kriegsbedürfnissen unterordnen. Versorgungsengpässe, Lebensmittelrationierungen und Geldentwertung führten in eine umfassende wirtschaftliche und soziale Krise. Die Auswirkungen der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, wie der Erste Weltkrieg auch bezeichnet wird, prägten wesentlich die folgenden Jahrzehnte der europäischen Geschichte.

Viele interessante Informationen, Dokumente und Fotos hat Stadtarchivar Andreas Sauer in der Broschüre und in der Ausstellung zusammengestellt. Das Heft liegt im Rathaus, im Haus der Begegnung und bei der Stadtverwaltung kostenlos zum Mitnehmen aus. Die Ausstellung im Foyer und im ersten Stock des Rathauses ist bis zum 21. Dezember zu den
Öffnungszeiten des Bürgerbüros zu sehen: Montag 8 bis 16 Uhr, Dienstag,
Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 7 bis 18 Uhr sowie jeden 1.
und 3. Samstag im Monat 9 bis 12 Uhr.
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