Pfaffenhofens Blüteninseln ziehen Experten an

Experten unter sich. Freising zu Besuch in Pfaffenhofen beim obersten Stadtgärtner Mario Dietrich

Dem Pfaffenhofener Stadtgrün wurde Ende Juli eine besondere Wertschätzung zuteil. Der Freisinger Staudenstammtisch, eine Expertengruppe aus bekannten Gartenjournalisten und Vertretern namhafter Gärtnereien besuchte Pfaffenhofen und ließ sich von den Stadtwerkegärtnern durch die neuen pflegearmen Staudenpflanzungen führen und sich die Vorteile des Bodenaufbaus erklären.

Dass die zukunftsweisenden Blühflächen mittlerweile über die Stadtgrenze Pfaffenhofens hinaus bekannt sind, hat der ein oder andere Gartenfreund bereits mitbekommen. Wenn aber jetzt die Nachbarstadt Freising, in Fachkreisen bekannt durch die „grüne“ Hochschulstätte Weihenstephan, die umwelttechnischen Forschungseinrichtungen und den Staudengarten, dem obersten Stadtgärtner Mario Dietrich mit einer beeindruckenden Delegation einen Besuch abstattet, dann kommt dies einem „Ritterschlag“ gleich.

Nach zwei Stunden Erfahrungsaustausch und einer Führung vorbei an den Hungerturmbeeten, über das neue Staudenbeet des Freundeskreises Gartenschau im Bürgerpark und an der Bienenweide in der Münchener Straße kamen die Gartenexperten schließlich an den bereits 2016 umgestalteten Blühflächen am Schäch-Fanny-Kreisel in der Scheyerer Straße an. Dort wurde darüber diskutiert, wie sich die trockenheitstoleranten Beete nach fast drei Jahren entwickelt haben. Die vergangenen Wochen und Monaten, die hochsommerliche Temperaturen brachten, haben diese Bepflanzungen gut überstanden und die Profis überzeugt: Denn seit ein paar Jahren eingewachsen, mussten diese Pflanzungen auch während der heißen Trockenperioden nicht gegossen werden.
Mit dem Wegfallen des Gießaufwandes kann Zeit und Geld gespart werden, das die Stadtwerke in die Anpflanzung weiterer Blütenbeete stecken können. Davon profitieren nicht nur das Stadtbild und die Bewohner und Besucher Pfaffenhofens, sondern auch bedrohte Insektenarten, für die dringend notwendige Nahrungsangebote und Lebensräume geschaffen werden.

Wie es jetzt weiter geht? Als Dank für die Führung bedankten sich die Besucher aus Freising beim Team Stadtgrün der Stadtwerke und haben die Pfaffenhofener bereits in die Welt ihrer Flora nach Freising eingeladen. Dann kann das Experten-Netzwerken und der Erfahrungsaustausch fortgesetzt werden. Ein netter Zusatzeffekt: Einige der Teilnehmer konnten ein überraschendes Wiedersehen feiern. Sie kannten sich bereits aus Hochschulzeiten.

Weitere Infos unter: www.pfaffenhofen.de/pfaffenhofensollbluehen/
www.umweltpakt.bayern.de/natur/praxisbeispiele/342/stadtwerke-pfaffenhofen-begruenungsoffensive-pfaffenhofen-an-ilm
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