„Pfaffenhofener Land“ als Öko-Modellregion ausgewählt

Durch die Auszeichnung zur Öko-Modellregion ist zusätzlicher Rückenwind für die demnächst startende Vermarkungsoffensive zu erwarten. Die Bodenallianz wurde aber auch vorher schon aufmerksam verfolgt – ein Kameramann des Bayerischen Rundfunks fängt Bilder dazu ein.
 
Mitglieder der Bodenallianz beim Bodenkurs
Das „Pfaffenhofener Land“, ein Zusammenschluss der Stadt Pfaffenhofen mit den Gemeinden Scheyern, Hettenshausen und Ilmmünster, wurde jetzt als Öko-Modellregion anerkannt. Das „Pfaffenhofener Land“ soll damit als Impulsgeber für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus fungieren.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verfolgt mit der Ausweisung von Öko-Modellregionen das Ziel, die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranzubringen. Bisher gab es zwölf Öko-Modellregionen in Bayern, jetzt sind das „Pfaffenhofener Land“ und 14 weitere Gemeindebündnisse hinzugekommen. Bei der Auswahl wurde Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber von einer unabhängigen Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, der Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau und des Bund Naturschutz unterstützt.

Das „Pfaffenhofener Land“ setzt auf die Ausdehnung der städtischen Initiative Bodenallianz auf die Nachbargemeinden. Die Säulen der Allianz – Vermarktung, Wissenstransfer und Biodiversität – bildeten auch die Grundlage der Bewerbung als Öko-Modellregion. Der Pfaffenhofener Stadtrat hat im Herbst 2018 einen Beschluss über die Förderung der ökologischen Landwirtschaft gefasst und das Solidaritätsprojekt Bodenallianz initiiert. Aus diesem Anlass wurde Kontakt mit den Nachbargemeinden aufgenommen, um die angestrebten Ziele auf entsprechend größerer Fläche umzusetzen. Während sich eine flächengebundene finanzielle Förderung aus der Bodenallianz auf das Stadtgebiet Pfaffenhofens beschränkt, kann jetzt die Öko-Modellregion zusätzliche Maßnahmen auf ein größeres Gebiet ausdehnen.

Die Gemeinderäte aller vier beteiligten Kommunen hatten daher die Beteiligung an der Öko-Modellregion beschlossen und finanzielle Mittel bereitgestellt. Ebenso wurden jeweils Experten bzw. Praktiker aus der Landwirtschaft als Beauftragte für den weiteren Prozess bestellt.

Die Öko-Modellregion Pfaffenhofener Land kann nun direkt an die Bodenallianz anknüpfen. Maßnahmen der Bodenallianz können so – unter Einbeziehung der drei Nachbarkommunen – in einem größeren Gebiet und mit mehr Landwirten umgesetzt werden. Die Strukturen und Maßnahmen sind übertragbar. Lediglich die Flächenprämien müssen auf das Pfaffenhofener Stadtgebiet beschränkt bleiben.

Die Öko-Modellregion fällt gewissermaßen auf einen fruchtbaren Boden, der schon bereitet ist: Sie kann von einem bereits initiierten Prozess und den Strukturen der Pfaffenhofener Bodenallianz profitieren. Die Kommunen Scheyern, Hettenshausen und Ilmmünster bringen zudem weitere bedeutende Akteure im Bereich Anbau, Verarbeitung, Vermarktung und Bildung ins Spiel. Die Förderung als staatlich anerkannte Öko-Modellregion ist ein zusätzliches, gewichtiges Argument für eine erfolgreiche Vermarktung. In diesem Bereich sollen die ersten Schwerpunkte gesetzt werden, um Bürger und Bauern wieder enger zusammenzubringen.

Die Öko-Modellregionen werden vom Ministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten unterstützt. Die Förderung von jeweils bis zu 75.000 Euro im Jahr läuft zwei Jahre, kann aber um weitere drei Jahre verlängert werden.
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