Mietspiegel der Stadt Pfaffenhofen wurde fortgeschrieben

Im Sommer 2016 hat die Stadt Pfaffenhofen ihren ersten qualifizierten Mitspiegel vorgestellt. Jetzt, zwei Jahre später, wurde der Mietspiegel aktualisiert und fortgeschrieben. Der Stadtrat hat den Mietspiegel 2018 in seiner Sitzung am 15. Juni als qualifiziert anerkannt. In gedruckter Form liegt der Mietspiegel ab Anfang Juli im Rathaus und bei der Stadtverwaltung kostenlos zum Mitnehmen aus. Außerdem ist er auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de/mietspiegel zu finden. Hier wird auch der aktualisierte online-Rechner angeboten, mit dem man für „sein“ Objekt die ortsübliche Miete errechnen kann.

Der Mietspiegel stellt eine Übersicht der gezahlten Mieten in Pfaffenhofen für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage dar. Er bildet somit eine repräsentative und rechtssichere Grundlage für die Mietpreisgestaltung und dient verlässlich zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt in Pfaffenhofen und der weiten Umgebung ist seit Jahren sehr hoch, sodass die Mieten und Immobilienpreise steigen. Die Stadt Pfaffenhofen hat daher bereits verschiedene Maßnahmen und Projekte in Gang gesetzt, damit das Wohnen in Pfaffenhofen weiterhin bezahlbar bleibt. Neben dem Bau von Sozialwohnungen, dem erweiterten Einheimischenmodell und den Regelungen der „Kappungsgrenze“ bzw. der „Mietpreisbremse“ ist der Mietspiegel hier ein wichtiges Instrument.

Mit der Erstellung des Mietspiegels 2016 hatte die Stadt Pfaffenhofen das EMA-Institut für empirische Marktanalysen in Sinzing beauftragt. Mit einbezogen wurde ein Arbeitskreis aus Wohnungsmarktexperten, in dem neben der Stadtverwaltung auch der Mieterverein, der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein sowie das Amtsgericht vertreten waren. In einer umfassenden Datenerhebung waren 7.700 Haushalte in Pfaffenhofen angeschrieben worden. Mit 2.000 ausgefüllten Fragebögen war die Rücklaufquote um ein Mehrfaches höher als erwartet. Die erhobenen Daten wurden nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden erfasst und ausgewertet, sodass der Mietspiegel vom Stadtrat als „qualifiziert“ anerkannt werden konnte.

Der Mietspiegel wurde jetzt per Indexzahlen fortgeschrieben. Dazu wurde der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland verwendet. Im Referenzzeitraum von Januar 2016 bis April 2018 weist der Verbraucherpreisindex eine Steigerungsrate von 4,336 Prozent auf. Gestiegen sind auch die monatlichen Basis-Nettomieten. Die durchschnittliche Nettomiete unabhängig von allen Wohnwertmerkmalen beträgt aktuell 7,84 Euro pro Quadratmeter (2016: 7,51 Euro/m²).

Die Fortschreibung des Mietspiegels wurde außerdem dazu genutzt, einige geringfügige Präzisierungen im Mietspiegelinhalt anzubringen, um die Eindeutigkeit für die Anwender zu fördern. Größere inhaltliche Veränderungen wurden aber nicht vorgenommen. Erst in zwei Jahren, wenn der Mietspiegel komplett neu erstellt wird, ist wieder eine grundsätzliche Überarbeitung des Fragenkatalogs und weiterer Inhalte vorgesehen.
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