Lebendes Kamel als Zugtier: Auftaktveranstaltung der „Energiekarawane“ in Pfaffenhofen war ein voller Erfolg!

Bürgermeister Thomas Herker mit interessierten Bürgern und Kamel "Glubschi" beim Quartiersspaziergang
 
Interessierte Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung der Energiekarawane.
Warum sind Kamele die perfekten Vorbilder für uns Menschen, wenn es um das Thema Stromsparen geht? Ganz einfach: Ein Kamel weiß von Natur aus, wie es perfekt mit den vorhandenen Ressourcen haushalten muss. Theoretisch könnte so ein Kamel nämlich bis zu drei Wochen ohne Nahrung und Wasser auskommen.

Kein Wunder also, dass Kamel „Glubschi“ das perfekte Zugtier für die „Energiekarawane“ in Pfaffenhofen war. Am Samstag fand die Auftaktveranstaltung des Kooperationsprojekts mit der Europäischen Metropolregion München e. V. auf dem Parkplatz der Sparkassen-Filiale in der Hohenwarter Straße statt. Viele Interessierte waren gekommen, um gemeinsam mit „Glubschi“ durch das Wohngebiet zu spazieren und sich ein gelungenes Anschauungsprojekt live anzuschauen.

Denn Bernd Zellner ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Er hat sein Haus aus dem Jahr 1964 für seine Tochter Teresa komplett saniert – und zwar größtenteils in Eigenleistung. „Man muss sich nur trauen. Wir wursteln schon ein paar Jahre, haben in dieser Zeit aber auch schon viel geschafft: Dachstuhl runter, Ölheizung raus. Jeder kann seinen Beitrag leisten“.

Das haben auch Bürgermeister Thomas Herker, Energie-Referent im Stadtrat Andreas Herschmann und Klimaschutzmanagerin Saskia Kothe bei der Auftaktveranstaltung betont. „Wir möchten Sie mitnehmen und Anregungen geben – auch kleine Effekte zählen“, so Herker am Samstag am Infostand. „Die Stadt kann nicht alles. Beim Energiesparen sollte sich jeder angesprochen fühlen“.

Im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes verfolgt die Stadt Pfaffenhofen das Ziel, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 auf drei Tonnen CO2 je Bürger zu senken. Das könne man aber nur erreichen, wenn sich alle Bürger beteiligen, erklärt Andreas Herschmann: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Im städtischen Stromverbrauch wird seit diesem Jahr keine Emission mehr produziert, das heißt: Der Strom in Pfaffenhofen ist zu 100 Prozent CO2 frei. Und dennoch: 40 Prozent des Energiebedarfs in Deutschland werden von Wohngebäuden beansprucht. Das heißt: Schon im eigenen Interesse sollte sich jeder Hausbesitzer überlegen, wie er Strom sparen kann. Der Anfang ist oft schneller gemacht als gedacht: Den alten Gefrierschrank im Keller kann man beispielsweise problemlos durch ein neues, energieeffizienteres Gerät austauschen und so Stromkosten sparen.“

Genau diesen Weg möchte die Stadt den Bürgern erleichtern und bietet deshalb interessierten Hausbesitzern aus dem Wohngebiet zwischen der Äußeren Quellengasse und dem Schleiferberg noch bis zum 26. Oktober eine kostenlose, individuelle Beratung samt Tipps zu Energiesparpotentialen, energetischen Schwachstellen und Fördermöglichkeiten sowie möglichen Sanierungsmaßnahmen. Die beteiligten fachkundigen, neutralen Energieberater werden sich zur Terminvereinbarung bei den Gebäudeeigentümern in dem Stadtgebiet melden.

Bürger aus anderen Wohngebieten können sich gerne jederzeit bei der städtischen Klimaschutzmanagerin Saskia Kothe (Tel. 08441 782047, Mail klimaschutzallianz@stadt-pfaffenhofen.de) melden, wenn auch sie Interesse an einer kostenlosen Energieberatung haben. „Meine einstündige Energieberatung hat mich damals 400 Euro gekostet“, erzählt Bernd Zellner. Für die Teilnehmer der „Energiekarawane“ ist eine vergleichbare Beratung komplett kostenlos und oftmals der Startschuss, um weitere Kosten zu sparen.
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