Großes Interesse an der Planung zur Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen 2017“

 

120 Besucher bei Informationsveranstaltung im Rathaus

Die Planung der Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen 2017“ stößt bei den Pfaffenhofenern auf großes Interesse. Rund 120 Besucher kamen am Samstag, 23. November, ins Rathaus, um sich bei einer PAF und DU-Informationsveranstaltung mit Bürger-Werkstatt über den aktuellen Planungsstand zu informieren und Anregungen einzubringen.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Herker und einer kurzen Einführung durch den Landschaftsarchitekten Rolf Lynen aus Freising stellte Barbara Hutter vom beauftragten Landschaftsplanungsbüro hutterreimann den derzeitigen Planungsstand vor. Cynthia Wechselberger berichtete über das Renaturierungs-Vorhaben des Wasserwirtschaftsamtes Ingolstadt und Gartenschau-Geschäftsführerin Eva Linder ging auf die Möglichkeiten und Chancen ein, die eine Gartenschau für eine Stadt bietet. Im Anschluss hatten dann alle Interessierten Gelegenheit, die aushängenden Pläne zu begutachten, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen.
Eva Linder, die zusammen neben Walter Karl die Geschäftsführung der Natur in Pfaffenhofen a. d. Ilm 2017 GmbH bildet, gab einen Zeitplan für die nächsten Jahre, der mit einer Informationsveranstaltung für interessierte Vereine im Frühjahr 2014 beginnt und drei Jahre später in die eigentliche Gartenschau mündet. Eva Linder betonte, dass Gartenschauen keineswegs reine Blumenschauen sind, sondern vielmehr städtebauliche Ziele verfolgen und lange wirkende Verbesserungen für das Stadtbild und die Lebensqualität der Bürger bringen. Im Fokus steht aber immer ein bestimmter Gartenschau-Zeitraum – in Pfaffenhofen ist das die Zeit vom 24. Mai bis 20. August 2017 –, in dem es ein großes Veranstaltungsprogramm gibt mit vielen Vereinsaktivitäten und voraussichtlich rund 300 000 Besuchern.
Bevor es aber so weit ist, gibt es noch sehr viel zu tun, und darauf ging die Planerin Barbara Hutter ein. Unter der Devise „Pfaffenhofen an die Ilm“ sollen die Ilm und die Ilmräume komplett verändert und aufgewertet, begehbar und erfahrbar gemacht werden. Bis Februar 2014, so erläuterte die Landschaftsarchitektin, läuft noch die Entwurfsplanung. Im April soll dann der Fördermittelantrag gestellt werden. Parallel dazu gilt es im kommenden Jahr Vieles vorzubereiten, wie z.B. die Auslagerung des Bauhofes, die Neuanlage der Sportplätze, die Sanierung des Volksfestplatzes, des Flutgrabens und der Ufermauern am Schwarzbach usw. Und bevor schließlich ab 2015 mehr Grün in die Stadt kommen kann und Neuanpflanzungen möglich sind, müssen leider an manchen Stellen – so weh das auch tun mag – erst einmal Bäume gefällt werden.
„Die Stadt Pfaffenhofen hat sich sehr viel vorgenommen“, resümierte die Planerin und nannte einige Schwerpunkte der Neugestaltung. So sollen an der Ilm drei Parkteile entstehen: der Freizeitpark am Sportgelände, der Bürgerpark im Bauhof-/Schlachthofareal und die Ilminsel am Schwarzbach. Es werden Blumenbänder entlang der Ilm angelegt, Sitzmöglichkeiten und Ruhepunkte werden geschaffen und der Bürgerpark wird als neues grünes Herz der Stadt angelegt, mit verschiedenen Spielmöglichkeiten für alle Generationen und umsäumt von einer Promenade. Gleich nebenan, im derzeitigen Wasserwerk an der Ecke Joseph-Fraunhofer-/Weiherer Straße, wird voraussichtlich eine Gastronomie mit Biergarten untergebracht.
Auf dem Volksfestplatz wird es für die Zeit der Gartenschau, also vom 24. Mai bis 20. August 2017, ein Veranstaltungszelt, eine Blumenschau und wechselnde Ausstellungen geben. Hier sollen sich nicht zuletzt auch die Vereine mit einbringen. Veranstaltungen wird es außerdem auf der Insel – hier vor allem Kleinkunst – und auf einer Musikwiese im Bürgerpark geben.
Für die Verschönerung der Betonmauern an der Ilm und am Schwarzbach sind verschiedene Möglichkeiten im Gespräch – zum Beispiel Mosaike, Graffitis oder so genannte CutOuts – und ebenfalls noch im Entwurf sind das Pflanz- und Gehölzkonzept für die Insel, die Planung der Ilmterrassen an der Insel usw.
Die naturnahe Gestaltung der Ilm zwischen den Tennisplätzen und dem Freibad ist ein Projekt des Wasserwirtschaftsamtes Ingolstadt, über das Cynthia Wechselberger berichtete. Demnach ist vorgesehen, die Böschungen abzuflachen, das Ufer zugänglich zu machen, die Ilm mäandern zu lassen und einen Seitenarm anzulegen. Wie die WWA-Mitarbeiterin erläuterte, sind die Maßnahmen für das Jahr 2015 geplant. Zuvor sollen 2014 das wasserrechtliche Verfahren und die notwendigen Ausschreibungen abgewickelt werden.
Weitere Informationen, Pläne und Visualisierungen sowie die aktuelle Präsentation von Barbara Hutter gibt es im Internet auf www.pfaffenhofen.de/natur_in_pfaffenhofen_2017
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