Babyboom, beliebteste Vornamen und Hochzeitstrends: Interessantes aus der Standesamtsstatistik

Willkommen neuer Erdenbürger: Amaro Christoph Schelle kam am 27. Dezember 2018 in der Ilmtalklinik zur Welt. (Foto: Christine Kufer)
 
Manuel und Daniela Hoffmann gaben sich am 19. Mai 2018 in Pfaffenhofen das Ja-Wort. Der Vater des Bräutigams, Rainer Hoffmann, hat seit Jahrzehnten viele Brautpaare im Standesamt Pfaffenhofen fotografiert. Jetzt konnte er die Hochzeit seines Sohnes im Bild festhalten. (Foto: Rainer Hoffmann)
801 Geburten im Jahr 2018: Babyboom in Pfaffenhofen setzt sich fort
Der Babyboom in Pfaffenhofen setzt sich fort: Zum zweiten Mal nach 2017 wurden auch 2018 wieder über 800 Kinder in der Kreisstadt geboren. 801 Babys kamen hier zur Welt – das sind zwar neun weniger als im Vorjahr, aber dennoch 78 mehr als im Jahr 2016. Wie das Pfaffenhofener Standesamt in seiner Statistik festgehalten hat, kamen fast alle Kinder in der Ilmtalklinik zur Welt (793). Von den acht Hausgeburten waren sieben in Pfaffenhofen, eine in Jetzendorf.

Von den 801 Neugeborenen sind 192 „echte“ Pfaffenhofener Kinder (Vorjahr 193), während 609 Babys auswärts wohnen (Vorjahr 617).

2018 scheint ein echtes „Bubenjahr“ zu sein, denn die männlichen Babys sind deutlich in der Überzahl: 426 Buben und 375 Mädchen wurden im Pfaffenhofener Standesamt angemeldet (Vorjahr 413 Buben und 397 Mädchen).

Und noch ein paar Zahlen aus der aktuellen Standesamtsstatistik: 591 Neugeborene haben deutsche Eltern, bei 82 Babys hat ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit und bei 128 Kindern sind beide Eltern Ausländer. In diesem Jahr gab es keine Zwillingsgeburt (Vorjahr 2). Der Anteil der nicht ehelich geborenen Kinder liegt bei gut 24 Prozent (Vorjahr 22), denn 195 Elternpaare waren nicht verheiratet (Vorjahr 176).

Die beliebtesten Vornamen
Der beliebteste männliche Vorname des Jahres 2018 in Pfaffenhofen ist Felix. 17 neugeborene Buben tragen diesen Namen. Es folgen Lukas (15), Jakob (12), Johannes (10) und Jonas (9). Bei den Mädchen gibt es gleich vier Favoriten: Emilia, Emma, Eva und Julia führen die Hitliste der weiblichen Vornamen mit jeweils neun Nennungen an, gefolgt von Johanna, Laura und Magdalena (je 8).

Die Liste der unterschiedlichen Vornamen, die das Standesamt im Pfaffenhofener Rathaus für 2018 registriert hat, ist wieder lang. 193 verschiedene Mädchennamen und sogar 197 unterschiedliche Jungennamen wurden vergeben.

Mehr als die Hälfte der Pfaffenhofener Babys des Jahres 2018 – und zwar genau 433 – haben nur einen Vornamen. Weitere 335 Mädchen und Buben tragen zwei Vornamen und 28 haben drei Namen.

Der Trend bei den Vornamen geht seit Jahren zu alten, traditionellen Namen. Dieser Trend zeigt sich auch bei den häufigsten zweiten Vornamen, denn da liegen Maria (15) und Josef (9) an der Spitze, gefolgt von Sophie (14) und Alexander (8), Marie (11) und Maximilian (6).

Immer mehr Hochzeiten: 230 Eheschließungen im Pfaffenhofener Standesamt
Heiraten ist in – das zeigt die Statistik des Pfaffenhofener Standesamtes schon seit Jahren. Auch 2018 ist die Zahl der Eheschließungen wieder gestiegen, und zwar von 211 im Vorjahr auf jetzt 230 (+19). Dazu zählen auch fünf Umwandlungen von Lebenspartnerschaften in Ehen, da seit dem 1. Oktober 2017 die „Ehe für Alle“ möglich ist, sowie vier gleichgeschlechtliche Ehen (drei männliche Paare, ein weibliches Paar).

Wie aus der Jahresstatistik des Standesamtes weiter hervorgeht, war diesmal der sprichwörtliche „Wonnemonat“ Mai wirklich der beliebteste Heiratsmonat (32), und fast ebenso viele Ehen wurden im August geschlossen (31). Ein besonders beliebter Hochzeitstag war der 18.08.18, an dem sich fünf Paare das Ja-Wort gaben.

55 der insgesamt 230 Hochzeitspaare haben ihren Wohnsitz in einer anderen Stadt bzw. Gemeinde. Im Gegenzug entschieden sich 35 Paare aus Pfaffenhofen für eine Eheschließung in einem anderen Ort.

Bei 201 Paaren hatten beide Partner die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei 23 Paaren war ein Partner Ausländer, und bei sechs Paaren waren beide ausländische Staatsangehörige. Dabei waren insgesamt 21 verschiedene Nationalitäten vertreten – von Österreich und der Türkei über Aserbaidschan und Indonesien bis Nigeria und Nicaragua.

191 Brautpaare – das sind 83 Prozent – wählten einen gemeinsamen Familiennamen in der Ehe. Davon bestimmten 183 Paare ganz traditionell den Namen des Mannes zum Ehenamen, während sich acht Paare für den Familiennamen der Frau als gemeinsamen Namen entschieden. Zwölf Ehefrauen tragen einen Doppelnamen, denn sie fügten den eigenen Geburts- bzw. Familiennamen an.

Bei 167 Paaren waren beide Partner ledig. Bei den anderen war mindestens einer der Partner schon ein- oder mehrmals verheiratet. Und ein Paar trat zum zweiten Mal gemeinsam vor den Standesbeamten, denn diese beide Ehepartner waren vorher schon einmal miteinander verheiratet.

Das Standesamt Pfaffenhofen ist seit einigen Jahren auch für die Gemeinden Hettenshausen, Ilmmünster, Hohenwart und Jetzendorf zuständig. Die Eheschließungen von Brautpaaren aus diesen Orten werden daher im Pfaffenhofener Rathaus eingetragen. Die Trauung allerdings können diese Paare auch von „ihrem“ Bürgermeister in ihrer Heimatgemeinde vollziehen lassen. So wurden in Ilmmünster 16 Trauungen vorgenommen, in Jetzendorf neun und in Hohenwart acht. Im Pfaffenhofener Rathaus wurden 197 Ehen geschlossen. Besonders beliebt ist hier neben dem Trauungszimmer im Erdgeschoss vor allem der schöne Festsaal in der zweiten Rathaus-Etage, da die standesamtliche Hochzeit zunehmend auch mit vielen Gästen gefeiert wird.

Zahl der Sterbefälle leicht gestiegen

Die Zahl der Sterbefälle in Pfaffenhofen ist leicht gestiegen: 381 Sterbefälle wurden im Pfaffenhofener Standesamt im Jahr 2018 beurkundet (+4).

Mehr Kirchenaustritte

Die Zahl der Kirchenaustritte liegt 2018 deutlich über dem Vorjahr: Insgesamt 295 Kirchenaustritte wurden im Pfaffenhofener Standesamt registriert. Das sind 76 mehr als 2017. Weitere Vergleichszahlen: 2016 gab es 270 Kirchenaustritte, 2015 waren es 294. Von den 295 Kirchenaustritten des Jahres 2018 betreffen 236 die katholische Kirche und 58 die evangelische (plus einmal griechisch-orthodox). 221 Kirchenaustritte gelten für Pfaffenhofen (Vorjahr 166), 29 für Hohenwart (17), 17 für Hettenshausen (13), 16 für Ilmmünster (10) und 12 für Jetzendorf (13).
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