Welke Blätter am Verkehrskreisel: Stadtwerke klären auf

Purpurglöckchen am Verkehrskreisel Kuglhof
Die nachhaltige Bepflanzung am Verkehrskreisel Kuglhof wirft Fragen auf. Wer dort als Laie vorbeifährt, kann den Eindruck gewinnen, hier wurde die Pflege der Stauden vernachlässigt. Tatsächlich hat sich ein besorgter Bürger mit diesem Anliegen an das Rathaus gewendet. Ein Internetportal hat das Thema ebenfalls aufgegriffen. Man sorgt sich um das gute Image der Stadt, vor allem im Hinblick auf die Gartenschau Natur in Pfaffenhofen 2017. Mario Dietrich, Leiter der Abteilung Grünanlagen bei den Stadtwerken, nimmt das zum Anlass, um einige Zusammenhänge zu erklären.

Gartenfreunde wissen, dass Zwiebelpflanzen wie Tulpen und Narzissen, die am Kreisel Kuglhof im April für tolle Farbspiele gesorgt haben, nach der Blüte welk werden und rotbraune, unansehnliche Blätter bekommen. Dazu erklärt Mario Dietrich: „Man könnte jetzt die welken Blätter auf dem Kreisel entfernen, damit die Pflanzung sauber aussieht, aber damit nähme man den vielen Zwiebelpflanzen wertvolle Nährstoffe, die sich noch in den welken Blättern befinden. Die Zwiebelpflanze zieht diese Nährstoffe in die Erde, vergrößert dadurch ihre Zwiebel und bildet Tochterzwiebeln.“ Damit erreiche man, dass sich die Pflanze stärken kann, um im nächsten Jahr in noch größerer Pracht erneut zu blühen, so Mario Dietrich weiter. Außerdem sparen sich die Stadtwerke so im Herbst eine zweite Zwiebelbepflanzung im Kreisel, weil sich die Tulpen und Narzissen immer wieder selbst vermehren, wie im natürlichen Kreislauf. „Das ist ökologisch und nachhaltig und spart außerdem Geld“, freut sich der Teamleiter Grünanlagen. Andere vergleichbare Trockenstaudenbeete entlang der B13 wurden bereits ein Jahr früher angepflanzt und seien mittlerweile wegen ihrer gesunden Entwicklung beim Bürger allseits beliebt. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch der Kreisel wieder in ganzer Pracht aufblüht“, versichert Mario Dietrich. Mit den aufwändig angelegten Blumenbeeten auf dem Kreisel in der Scheyerer Straße könne man die Fläche am Kuglhof nicht vergleichen, so der Fachmann weiter. In der Scheyerer Straße benötigen die Pflanzen einen deutlich höheren Pflegeaufwand und sehr viel mehr Wasser. Auf der Gartenschau Natur in Pfaffenhofen finden die Besucher ja momentan ein wahres Blütenmeer vor, der Kreisel Kuglhof dagegen holt derzeit Luft, um den nächsten Gang in der Vegetationsperiode einzulegen. Im Rahmen der Gartenschau wird Mario Dietrich auch Führungen zu den Staudenmischbepflanzungen anbieten und allen Interessierten die botanischen Zusammenhänge genau erklären. Diese Führungen können bei ihm via Email abgesprochen werden, unter mario.dietrich@stadtwerke-pfaffenhofen.de. Es gibt keine fixen Termine dafür. Über Trockenstaudenbeete wird Mario Dietrich am 20.06.2017 im Rahmen des ausführlichen Forums "Blühende Stadt. Mitpflanzen und blühen lassen" sprechen. Der Teamleiter Grünanlagen bei den Stadtwerken tritt um 19 Uhr als einer von insgesamt drei Referenten im Festsaal an das Mikrofon. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr. Generell können Bürger alle Anliegen, die die Stadt betreffen, im Bürgermelder direkt online einreichen.

Hier der Link dorthin: http://www.pafunddu.de/buergermelder
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