Generalinspektion beim Kanalsaugspül-LKW der Stadtwerke

Generalinspektion beim Kanalsaugspül-LKW der Stadtwerke
440 PS hat der Lastwagen, mit dem die Stadtwerke Pfaffenhofen Kanäle durchspülen können, wenn im öffentlichen Abwassersystem überhaupt gar nichts mehr fließt. Anders als die meisten gebräuchlichen Spülfahrzeuge kann dieser Spezial-LKW sogar bis zum Gefrierpunkt eingesetzt werden. Unter null Grad würde allerdings das abgepumpte Wasser im Tank gefrieren. Auch die umweltfreundliche Wasserrückgewinnung bei diesem Einsatzfahrzeug ist nur bei Plusgraden möglich. Der Gefrierpunkt war jetzt wochenlang unterschritten. Diese Frostperiode nutzt die Kfz-Werkstatt der Stadtwerke für die alljährliche Generalinspektion am Saugspülwagen. Dabei werden unter anderem nicht weniger als neun Keilriemen ausgewechselt. Dafür brauchen zwei Mitarbeiter das nötige Fachwissen und auch eine gute Portion Muskelkraft. Die beiden Männer haben die Antriebsteile vorher gelockert, trotzdem ist der neue Riemen noch recht straff, wenn er zum ersten Mal aufgezogen wird. Doch mit der Hebelwirkung einer langen Eisenstange gelingt es den Beiden, den schwarzen Riemen an der richtigen Stelle zu platzieren. Insgesamt 85 Liter Öl werden im Fahrzeug ausgetauscht, an vier Aggregaten: Am Motor, an der Hochdruckpumpe, der Kreiselpumpe und der Hydraulik. Letztere sorgt dafür, dass der Tank in die Höhe gefahren werden kann – eine wichtige Funktion beim Abladen abgepumpter Schlammmassen. Der Saugschlauch wird beim Auf- und Abrollen regelmäßig verschlissen. Deshalb wechseln die Mitarbeiter in der Werkstatt bei der Generalinspektion die Richtung, sie machen das Schlauchende zum Schlauchanfang und umgekehrt. Herzstück des wichtigen Einsatzfahrzeugs ist die Hauptübertragungswelle, also die Verbindung zwischen Motor und Nebenantrieb. Die Gelenke dieser Welle verschleißen und werden deshalb von einer Spezialfirma einmal im Jahr generalüberholt. Angetrieben wird der Lastwagen von einem modernen Blue Tech Motor. Der erhitzt mit Harnstoff einen Katalysator, so dass der Treibstoff mit höherer Hitze verbrennt und weniger Schadstoffe an die Umwelt abgibt.
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