Bauernhofbrand in Eja - Große Einsatzübung

Einsatzübung mit den Pfaffenhofener Ortsteil-Feuerwehren – Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens

Am Freitag, den 21.07.2017 fand in Eja am Hof der Familie Brenner eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen zusammen mit den Ortsteilfeuerwehren aus Ehrenberg, Tegernbach und Uttenhofen statt.

Die angenommene Lage: Ein Brand ist nach einem Kurzschluss in der Elektroverteilung im 2.OG der Hopfenhalle entstanden. Das Feuer erstreckt sich auf das gesamte Gebäude sowie später auch auf den Dachstuhl. Sechs verletzte Arbeiter im Gebäude, dargestellt von Mitgliedern der Jugendgruppe der Feuerwehr Uttenhofen, müssen gerettet werden.

Übungsleiter Manfred Schweigard, 2. Kommandant der Feuerwehr Pfaffenhofen, standen zwei erweiterte Löschzüge zur Verfügung. Die Personenrettung wurde schnellstmöglich durchgeführt. Die sechs Verletzten, wurden von den vorgehenden Trupps unter schwerem Atemschutz mit Schleifkorbtragen gerettet und an einen eingerichteten Verletztensammelplatz gebracht. Die Brandbekämpfung erfolgte als Zangenangriff von zwei Seiten des Gebäudes. Dabei wurde die Windrichtung berücksichtigt und der Schutz der angrenzenden Gebäude durch eine Widerstandslinie sichergestellt. Zum Einsatz kam im Außenangriff unter anderem die neue Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen mit einem Wasserwerfer im Korb. Ebenfalls musste ein in der Hopfenhalle befindlicher Öltank gekühlt werden. Um die Brandbekämpfung im Inneren der Hopfenhalle kümmerte sich hauptsächlich die Feuerwehr Uttenhofen, die wohl auch im Ernstfall die ersten Einsatzkräfte vor Ort wären.

Besonderes Augenmerk wurde bei dieser Übung auf das Verlegen einer langen Schlauchstrecke gelegt. Von der Ilm aus – Höhe Brücke zur Zierlmühle – wurde eine ca. 1,8 km lange B-Leitung bis hin zum Brandherd verlegt. Der große Höhenunterschied erforderte das Setzen von zwei Zwischenpumpen bei zehn Bar Wasserdruck. Dies geschieht GPS unterstützt aus dem landkreiseigenen „Abrollbehälter Schlauch“ der ein Fassungsvermögen von mehr als 2 km B-Leitung hat. „Eine Top Leistung“ so 1. Kommandant Seemüller, denn die Wasserförderung konnte innerhalb von 38 Minuten bereitgestellt werden.

Zum ersten Mal im Übungseinsatz war der zum Einsatzleitwagen (12/1) umgerüstete ehemalige Mannschaftstransportwagen (14/1) der Feuerwehr Pfaffenhofen. An Bord waren mehrere sogenannte Führungsassistenten, die zur Unterstützung der Einsatzleitung auch in Zukunft bei Einsätzen ab Zugstärke ausrücken sollen. Zu ihren Aufgaben gehört z.B. das Führen einer Lagekarte und einer Funkskizze, sowie die Kommunikation mit der Leitstelle.

Der 1. Kommandant Roland Seemüller und Kreisbrandinspektor Benedikt Stuber freuten sich als Übungsbeobachter über die schnelle und reibungslose Zusammenarbeit der Einsatzkräfte und eine insgesamt sehr gelungene Übung.
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